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RWI Konjunkturberichte

Frühjahr 2026: Steigende Energiekosten belasten die wirtschaftliche Erholung

Das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Konjunkturprognose für Deutschland gesenkt. Die Wirtschaftsforscher erwarten für 2026 ein BIP-Wachstum von 0,9 Prozent und für 2027 von 1,2 Prozent. Gegenüber der Dezember-Prognose bedeutet dies eine Korrektur um 0,1 beziehungsweise 0,2 Prozentpunkte nach unten. Verantwortlich dafür ist der anhaltende Iran-Konflikt. Stark steigende Energiepreise machen in der Industrie nicht nur Vorprodukte und die Produktion teurer. Auch die Verbraucher geben mehr für Benzin, Diesel oder Gas aus – Geld, das an anderer Stelle fehlt. Zurückblickend auf das Jahr 2025 ist die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal überraschend deutlich um 0,3 Prozent gewachsen. Treiber waren vor allem die staatlichen Ausgaben. So stiegen die öffentlichen Ausrüstungsinvestitionen um 38 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Auch der private Konsum expandierte kräftig, obwohl die Erwerbstätigkeit zurückging.

Schmidt, T., N. Benner, B. Blagov, M. Dirks, N. Isaak, D. Grozea-Helmenstein, R. Jessen, S. Kotz, C. Krause, P. Schacht-Picozzi und K. Weyerstraß (2026), Frühjahr 2026: Steigende Energiekosten belasten die wirtschaftliche Erholung. RWI Konjunkturberichte, 77, A01

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