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ECONCOMICS

Forschungsergebnisse im Comic-Format, präsentiert mit Humor und mitunter auch Biss - das sind unsere EconComics. Mit den Stilmitteln der Satire sollen sie Lust auf die neuesten Erkenntnisse unserer Forschung machen. Die aktuellen EconComics erscheinen regelmäßig auf unserem Twitter-Kanal.

EconComic #32: Digitale Kompetenzen in Deutschland ungleich verteilt

In der deutschen Bevölkerung sind die digitalen Kompetenzen ungleich verteilt. Vor allem ältere Menschen, Frauen, Personen mit geringer formaler Bildung oder Migrationshintergrund weisen unterdurchschnittliche digitale Kompetenzen auf. Auch bei Jugendlichen bestehen große Kompetenzunterschiede, die stark vom Elternhaus beeinflusst werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Sie wertet Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) aus.

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EconComic #31: Unterschiede in Unterbringungskosten von Heimen wirken sich auch auf die Pflege aus

Die steigende Nachfrage nach Langzeitpflege erhöht den Bedarf an qualitativ hochwertiger Pflege in Pflegeheimen. Währenddessen ist in vielen Ländern die öffentliche und private Erstattung der Pflegekosten aus sozialen oder finanziellen Gründen begrenzt. Dennoch variiert die Qualität von Pflegeheim zu Pflegeheim. In teuren Pflegeheimen steigt allerdings tendenziell die Personalquote und damit potenziell auch die Qualität der Pflege. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, die in „Health Economics“ veröffentlicht ist.

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EconComic #30: Alkoholkonsum und Kriminalität nehmen mit 16. Geburtstag sprunghaft zu

Wenn Jugendliche in Deutschland das für Alkohol festgelegte Mindestalter von 16 Jahren erreichen, nimmt ihr Alkoholkonsum erheblich zu. Damit geht auch eine Zunahme der Straftaten unter Alkoholeinfluss einher, insbesondere an Wochenenden. Bei jungen Männern ist der Anstieg in der alkoholbedingten Kriminalität größer. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, die im Journal of Health Economics erschienen ist.

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EconComic #29: Vermehrter Robotereinsatz in der Industrie stabilisiert Beschäftigungsverhältnisse

Der gestiegene Einsatz von Robotern in der Industrie hat europaweit tendenziell zu stabileren Beschäftigungsverhältnissen geführt. Zudem hat er die Wahrscheinlichkeit für Beschäftigte erhöht, einen neuen Job zu finden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung des RWI und des polnischen IBS. Sie zeigt allerdings auch, dass es zwischen Ländern und Beschäftigtengruppen große Unterschiede gibt. Besonders profitieren demnach Beschäftigte in Ländern mit niedrigen Arbeitskosten von der fortschreitenden Automatisierung.

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EconComic #28: Smarte Duschköpfe können Wasserverbrauch erheblich senken

Direktes Feedback über den Wasserverbrauch beim Duschen kann den Ressourcenverbrauch im Haushalt deutlich reduzieren. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsprojekt des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Universität Bonn in Forschungspartnerschaft mit dem Center for Advanced Internet Studies (CAIS). Demnach reduziert ein unmittelbares Feedback über einen smarten Duschkopf den Wasser- und Energieverbrauch um durchschnittlich rund 29 Prozent. Auch Informationen über den Verbrauch des eigenen Haushalts im Vergleich zu anderen Haushalten können zum Wassersparen beim Duschen anregen. Im Durchschnitt verringert sich der Verbrauch durch solche Vergleichsberichte um etwa neun Prozent. Für die Untersuchung wurden Daten aus einem Feldexperiment mit 570 Haushalten analysiert.

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EconComic #27: Deutsche Staatsbürgerschaft steigert den Schulerfolg von Kindern mit Migrationshintergrund

Ein deutscher Pass verbessert die schulischen Leistungen von Kindern mit ausländischen Wurzeln. Dies ist das Ergebnis einer Studie des RWI und des Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER). Die Einbürgerung führt zu einem Rückgang von Nichtversetzungen und zu einem Anstieg der Quote der Schülerinnen und Schülern, die das Gymnasium besuchen. Zudem verbessern sich teilweise die Schulnoten.

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EconComic #26: Schwankungen der Benzinpreise nehmen im Tagesverlauf zu

An deutschen Tankstellen hat die Preisdynamik im Tagesverlauf in den vergangenen Jahren zugenommen. Wie der RWI-Benzinpreisspiegel zeigt, ändert die Preisentwicklung immer häufiger die Richtung: Noch im Jahr 2015 gab es lediglich einen Preiszyklus pro Tag – die durchschnittlichen Benzinpreise sanken von ihrem Höhepunkt am frühen Morgen bis zum frühen Abend, am späteren Abend stiegen sie wieder an. Mittlerweile steigen und sinken die Preise im schnelleren Wechsel. Dadurch ist es für Kunden schwieriger geworden, einen günstigen Zeitpunkt zum Tanken zu finden.

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EconComic #25: Fast zwei Drittel der Eltern fühlten sich durch Schulschließungen gestresst

Mehr als 60 Prozent der Eltern haben sich durch den Distanzunterricht infolge der Corona-Pandemie immer oder sehr häufig gestresst gefühlt. Das ergab eine Befragung des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Dabei wurden im Juni und Juli 2021 knapp 6.000 Eltern von Grundschulkindern in Nordrhein-Westfalen zur Lern- und Alltagssituation während der zweiten Phase der Pandemie befragt. Für die Analyse wurden die Befragungsergebnisse durch kleinräumige Daten etwa zum Einkommen in den jeweiligen Stadtvierteln der Schulen ergänzt.

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EconComic #24: Zusätzliche Ladepunkte erhöhen die Nachfrage nach E-Autos

Ein Ausbau der Ladeinfrastruktur könnte den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland deutlich beschleunigen. Dies zeigt eine neue Studie des RWI. Demnach führen zusätzliche Ladepunkte zu einer signifikanten Zunahme von E-Autos, insbesondere in dicht besiedelten Gebieten. Schnellladestationen scheinen die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen besonders stark zu beeinflussen.

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EconComic #23: CO2-Steuer könnte PKW-Emissionen um mindestens 740.000 Tonnen pro Jahr reduzieren

Um die Emissionen von Fahrzeugen zu senken, wurde im Verkehrssektor zum 1. Januar die CO2-Steuer eingeführt. Wie sich die Preiserhöhung auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt, ist bislang jedoch unklar. Eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat Mobilitätsdaten über einen Zeitraum von 15 Jahren analysiert. Das Ergebnis: Tatsächlich sinken die gefahrenen Kilometer und der Gesamtverbrauch, wenn Kraftstoff teurer wird. Dies gilt allerdings nur für Benzinautos. Bei Dieselfahrzeugen verändert sich der Verbrauch infolge von Preisschwankungen nicht.

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EconComic #22: Abschaffung des Ehegattensplittings könnte Ungleichheit reduzieren und Wirtschaft ankurbeln

Eine Ablösung des Ehegattensplittings durch eine Individualbesteuerung würde die Erwerbstätigkeit in Deutschland deutlich erhöhen. Dadurch könnten das Wirtschaftswachstum gesteigert und die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern auf dem Arbeitsmarkt reduziert werden. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung des RWI.

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EconComic #21: Anteil von Frauen in hochbezahlten Berufen steigt langfristig

In den vergangenen Jahrzehnten hat die Beschäftigung von Frauen in Deutschland deutlich zugenommen – besonders in hochbezahlten Berufen. So ist der Anteil von Frauen seit Ende der 1980er Jahre in den 20 Prozent der bestbezahlten Jobs um rund 75 Prozent gestiegen, in den übrigen Berufen dagegen nur um knapp 25 Prozent. Allerdings sind Frauen nicht im gleichen Maße in der Einkommensverteilung aufgestiegen. In hochbezahlten Berufen werden sie also tendenziell schlechter bezahlt als Männer. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Die Studie deutet auch darauf hin, dass der überproportionale Anstieg der Beschäftigung von Frauen in hochbezahlten Berufen teilweise auf den technologischen Wandel zurückzuführen ist. Diese Entwicklung könnte weibliche Beschäftigte in Zukunft begünstigen.

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EconComic #20: Fußball-Bundesliga: Stadionbesuche ohne konsequente Maskenpflicht führten zu mehr Infektionen

Zu Beginn der vergangenen Saison waren bei vielen Spielen der ersten, zweiten und dritten Fußballbundesliga Zuschauer im Stadion erlaubt. Eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der SDU University of Southern Denmark in Sonderborg untersucht die Auswirkungen dieser Events auf das Corona-Infektionsgeschehen. Das Ergebnis: Spiele der ersten Bundesliga, die mit höheren Zuschauerzahlen verbunden waren, haben zu einem statistisch signifikanten Anstieg der Neuinfektionen geführt. Der Effekt ist dabei auf jene Spiele zurückzuführen, bei denen Masken lediglich auf den Wegen zum Sitzplatz getragen werden mussten.

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EconComic #19: Schüler profitieren von Lehrkräften mit Migrationshintergrund

Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund haben einen positiven Einfluss auf die Sprachfähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Lesefertigkeiten der Schulkinder entwickeln sich bei ihnen besser als bei anderen Lehrkräften. Davon profitieren vor allem Schulkinder, die selbst aus einem Haushalt mit Migrationsgeschichte kommen. Besonders groß ist der Effekt bei Lehrkräften mit zwei Muttersprachen – sie steigern auch die Lesefertigkeiten von Schulkindern ohne Migrationshintergrund deutlich. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung.

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EconComic #18: Kostenloser ÖPNV könnte Nutzung erheblich steigern

Kostenloser öffentlicher Nahverkehr findet in Deutschland breite Zustimmung. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Stiftung Mercator geförderte Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Demnach sprechen sich 72 Prozent der Befragten für einen kostenlosen ÖPNV aus. Damit findet diese Maßnahme deutlich mehr Zustimmung als viele andere Vorschläge zur Eindämmung des Autoverkehrs. Müssten sie dafür nichts bezahlen, würden die Befragten nach eigenen Angaben im Durchschnitt mehr als dreimal so häufig mit Bus und Bahn fahren. Dennoch sehen die Autoren der Studie auch gewichtige Argumente gegen die Einführung eines kostenlosen ÖPNV und für alternative Maßnahmen zur Steigerung nachhaltiger Mobilität. An der Befragung nahmen knapp 7.000 Haushalte in ganz Deutschland teil.

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EconComic #17: Arbeitslosigkeit von Eltern zum falschen Zeitpunkt beeinflusst langfristig den Erfolg der Kinder

Dass Kinder von arbeitslosen Eltern später schlechtere Chancen haben, ist bekannt. Eine neue Studie des RWI zeigt nun, dass auch der Zeitpunkt der Arbeitslosigkeit eine entscheidende Rolle spielt. Kinder, deren Väter oder Mütter während der Wahl über die weiterführende Schule arbeitslos waren, erreichen später mit deutlich geringerer Wahrscheinlichkeit einen Universitätsabschluss als Kinder, deren Elternteile kurz nach dieser Entscheidung arbeitslos wurden. Betroffene Kinder verdienen zudem langfristig weniger. 

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EconComic #16: Wie lässt sich die Bevölkerung von einer Corona-Impfung überzeugen?

Viele Menschen neigen bei Entscheidungen dazu, das schlechteste Ergebnis zu vermeiden – und das gilt auch für Impfungen, wie eine neue Studie zeigt. Diese Erkenntnis könnte der Politik helfen, um die Bevölkerung von einer Corona-Impfung zu überzeugen.

Gastbeitrag von Hendrik Schmitz und Leonard Goebel
RWI Impact Note: Wer lässt sich impfen?


EconComic #15: Schwangerschaft wirkt sich langfristig auf Rauchverhalten aus

Dass Rauchen in der Schwangerschaft schädlich für das Kind ist, steht wissenschaftlich mittlerweile außer Frage. Doch wie viele werdende Eltern aufgrund der Schwangerschaft auch langfristig mit dem Rauchen aufhören, ist bislang nur wenig erforscht. Eine neue Studie des RWI und der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA) zeigt nun: Der Effekt der Schwangerschaft auf das Rauchverhalten von Müttern ist sehr viel größer als bislang angenommen.

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EconComic #14: Auch in der Corona-Pandemie bleibt Klimaschutz wichtig

Klimaschutz und Klimawandel bleiben auch während der Corona-Pandemie wichtige Themen. In einer aktuellen Befragung geben mehr als 90 Prozent der befragten deutschen Haushalte an, dass sich die Bedeutung des Themas Klimawandel seit Jahresbeginn nicht verändert oder sogar noch zugenommen hat. Die Befragung wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und im Auftrag des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung sowie ZEW Mannheim und weiteren Kooperationspartnern durchgeführt. 

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EconComic #13: Abstand zwischen Benzin- und Rohölpreisen hat sich während Corona-Krise vergrößert

Die Preise für Rohöl haben nicht zuletzt in Folge der Corona-Pandemie die tiefsten Werte seit Jahrzehnten erreicht. Die Preise für Kraftstoffe sind seither jedoch nicht im selben Maße gefallen, insbesondere die Dieselpreise. Das ergibt die Auswertung der Kraftstoff- und Rohölpreisdaten des Jahres 2020 im Rahmen des RWI-Benzinpreisspiegels. In der Regel folgen die Kraftstoffpreise den Preisen für Rohöl mit einer gewissen Verzögerung. Diese Verzögerung dauert bei Diesel ohne erkennbaren Grund immer noch an.

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EconComic #12: Containerumschlag-Index stürzt durch Corona-Pandemie massiv ein

Der Containerumschlag-Index des RWI und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im Februar um 10,9 Punkte abgestürzt. Das ist der stärkste jemals beobachtete monatliche Rückgang. Treibende Kraft der Entwicklung waren die chinesischen Häfen.

Treibende Kraft des Rückgangs waren die chinesischen Häfen, aber auch die Häfen an der Westküste der USA schlugen deutlich weniger Container um. Zur Entwicklung des Index sagt RWI-Konjunkturchef Roland Döhrn: „Der Februar brachte einen noch nie da gewesenen Absturz des Containerumschlags. Für den März sind weitere Rückgänge zu erwarten.“

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EconComic #11: Studie in „Nature“: Autobesitzer unterschätzen Gesamtkosten des eigenen Autos massiv

Autobesitzer in Deutschland unterschätzen die Gesamtkosten ihres eigenen Pkw systematisch um bis zu 50 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von Wissenschaftlern des RWI, der Universität Mannheim und der Yale University. Die von der Stiftung Mercator geförderte Forschung erscheint heute im renommierten Fachjournal „Nature“. Neben dem Wertverlust werden vor allem Fixkosten wie Steuern und Versicherungen sowie Reparaturkosten unterbewertet. Mehr Transparenz zu diesen Kosten könnte die Nachfrage nach E-Autos und öffentlichem Nahverkehr sowie die Anreize zum Radfahren steigern. Dies würde eine nachhaltige Verkehrswende beschleunigen.

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EconComic #10: Frauen mit Hochschulabschluss bekommen im Schnitt weniger Kinder als Nicht-Akademikerinnen

Eine aktuelle RWI-Studie legt nahe: Akademikerinnen bringen weniger Nachwuchs zur Welt, weil Kind und Karriere offenbar schwer vereinbar sind – und eher nicht, weil sie grundsätzlich andere Präferenzen haben. Entscheiden sich Frauen mit höherer Bildung dennoch für Nachwuchs, haben sie durchschnittlich sogar mehr Kinder als Mütter ohne Hochschulabschluss. Der Gesetzgeber sollte die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken. Das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit reicht dafür nicht aus.

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EconComic #9: Wer sich beruflich weiterbildet, übt danach mehr Nichtroutinetätigkeiten aus. Im Zuge der digitalen Revolution könnte das Jobverlusten vorbeugen.

Eine aktuelle RWI-Studie zeigt, dass Beschäftigte nach einer Weiterbildung mehr Tätigkeiten ausüben, die situationsbezogenes Handeln erfordern. Ihre Arbeit kann daher weniger leicht durch Maschinen ersetzt werden. Entscheidend sind dabei die Inhalte der Weiterbildung. Um das Risiko von Jobverlusten zu verringern, sollte die Politik Maßnahmen ergreifen, welche insbesondere die Weiterbildungsbeteiligung von Geringqualifizierten erhöhen.

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EconComic #8: Immer wieder heißt es, dass Privatpatientinnen und Privatpatienten in Deutschland schneller einen Arzttermin bekämen als gesetzlich Versicherte. Wissenschaftliche Erkenntnisse gab es dazu bislang jedoch kaum. Eine Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Cornell University bestätigt nun den Verdacht: Im Rahmen eines Feldexperiments fragte eine Testperson Termine bei knapp 1.000 Facharztpraxen in ganz Deutschland an. Das Ergebnis: Die Praxen boten den Privatversicherten mit einer statistisch signifikant höheren Wahrscheinlichkeit einen Termin an. Wenn ein Termin angeboten wurde, mussten gesetzlich Versicherte im Durchschnitt mehr als doppelt so lang darauf warten wie Privatpatienten.

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EconComic #7: Sollten Politikerinnen und Politiker Fachleute sein? Diese Frage wird häufig nach Regierungsbildungen diskutiert.

Welchen Einfluss Fachkompetenz auf die Amtsführung hat, ist allerdings umstritten. Eine Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und des ifo Instituts zeigt nun, dass die fachliche Qualifikation von Politikern tatsächlich eine Rolle spielt: So geben Gesundheitsminister, die zuvor als Ärzte tätig waren, mehr Geld für die Krankenhausversorgung aus als ihre Kolleginnen und Kollegen mit anderem beruflichen Hintergrund. Wenn Ärzte Gesundheitsminister werden, erhöhen sich die Kapi- talausstattung und der Personalbestand besonders stark.

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EconComic #6: Prognosen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sind mit Unsicherheit behaftet und treffen selten exakt ein. Solange keine systematischen Fehler zugrunde liegen, ist dies kein Problem.

Viele Menschen interessieren sich für die künftige Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), der Arbeitslosenzahlen, der Preise oder der Staatsausgaben. Dass Konjunkturprognosen jedoch umstritten sind, liegt auch an einem Missverständnis: Sie können und sollen keine exakte Vorhersage liefern, sondern treffen Aussagen unter Unsicherheit und auf Basis von zahlreichen Annahmen. Die dazu verwendeten Methoden werden regelmäßig überprüft, um systematische Fehler zu vermeiden. Damit bieten die Prognosen Wirtschaft und Politik eine wichtige Entscheidungshilfe.

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EconComic #5: RWI-Studie zeigt: Bevölkerung hat differenzierte Meinung zu verkehrspolitischen Maßnahmen.

Laut einer neuen RWI-Studie sorgen sich rund drei Viertel der Befragten, dass der Autoverkehr in Innenstädten bald zum Erliegen kommt. Bei den möglichen Lösungen gehen die Meinungen auseinander: Eine Mehrheit spricht sich für autofreie Busspuren aus, rund die Hälfte befürwortet Fahrverbote für Autos, die Grenzwerte überschreiten. Autofreie Innenstädte und höhere Kosten für das Parken in Städten lehnen die meisten dagegen ab.

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EconComic #4: Junge ziehen in die Städte, Alte aufs Land – Binnenmigration verschärft demografische Probleme.

Vor allem junge Leute zwischen 18 und 29 Jahren verlagern ihren Wohnort – und zwar ganz überwiegend in die Städte. Ältere Personen wechseln dagegen deutlich seltener die Region. Sie zieht es tendenziell in ländliche Räume. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Analyse des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Ruhr Universität Bochum. Demnach verschärft die Binnenmigration die demografischen Unterschiede zwischen Stadt und Land. Auch die Faktoren, welche die Ortswahl beeinflussen, unterscheiden sich zwischen den Altersgruppen: Das regionale Lohnniveau und andere Wirtschaftsindikatoren spielen vor allem für junge Menschen eine große Rolle.

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EconComic #3: Regionale Unterschiede bei Arztbesuchen: Es liegt an den Patienten.

Deutsche gehen häufiger zum Arzt als die Bürger anderer Industriestaaten. Laut OECD kam jeder Bundesbürger im letzten Jahr durchschnittlich auf zehn Arztbesuche, in Frankreich sind es nur sechs und in Schweden sogar nur drei. Doch auch innerhalb Deutschlands gibt es große Unterschiede: So nehmen Hamburger 30% mehr ambulante Leistungen in Anspruch als Brandenburger. Oft wird dieses Verhalten durch eine Über- oder Unterversorgung in den verschiedenen Regionen begründet. Eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und der Universität Tilburg zeigt jedoch, dass die Unterschiede hauptsächlich auf Eigenschaften der Patienten zurückzuführen sind – und nicht auf die ärztliche Versorgung.

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EconComic #2: Für Gutverdiener ist der Renteneintritt ein Gesundheitsrisiko.

Die Erwerbsbiografie hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie der Renteneintritt die Sterblichkeit beeinflusst. So profitieren Männer aus manuellen Routinejobs davon, mit 63 Jahren in den Ruhestand zu gehen. Für Männer und Frauen, die aus gut bezahlten Jobs mit 65 Jahren ihr Berufsleben beenden, steigt hingegen die Sterblichkeit kurz nach der Verrentung. Eine Schlüsselrolle für die Sterblichkeitseffekte spielt die Aktivitätsveränderung um den Renteneintritt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Grundlage sind Daten der Deutschen Rentenversicherung zu knapp 800.000 Rentnerinnen und Rentnern der Geburtsjahrgänge 1934 bis 1936.

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EconComic #1: Ein in allen Wirtschaftsbereichen gültiger CO2-Preis wäre die effizienteste Maßnahme für einen besseren und sozial ausgewogenen Klimaschutz

Die Politik muss mehr für den Klimaschutz tun – diese Erkenntnis hat sich inzwischen auf breiter Ebene durchgesetzt. Über die verschiedenen Instrumente herrscht aber Uneinigkeit. Die beste Lösung wäre es, neben den bereits im EU-Emissionshandel erfassten Industrie- und Energieunternehmen auch in den anderen Sektoren einen einheitlichen CO2-Preis zu etablieren. Dabei eröffnen Emissionshandelssysteme und CO2-Steuern die gleichen Spielräume für eine sozial ausgewogene Klimapolitik.

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