A Slippery Slope: Topographic Variation as an Instrument
Die Nutzung exogener natürlicher Variation zur Untersuchung der Auswirkungen von schwer zu randomisierenden politischen Maßnahmen auf der Grundlage von Instrumentvariablen (IVs) ist ein weit verbreitetes Forschungsdesign in der Wirtschaftswissenschaft. Die zentrale Identifikationsannahme, die diesem Design zugrunde liegt, ist die Ausschlussrestriktion, wonach die Instrumentvariable die Ergebnisvariable ausschließlich über die instrumentierte Behandlungsvariable beeinflussen darf. Wir geben einen Überblick über die Literatur, in der die Topografie als Instrumentvariable verwendet wird, um aufzuzeigen, dass systematische Verstöße gegen diese Annahme wahrscheinlich sind, da die Topografie in sozioökonomischen Zusammenhängen allgegenwärtig ist. Da es der Topografie zudem häufig an Stärke in der ersten Stufe mangelt, untergraben selbst geringfügige Verstöße gegen die Ausschlussrestriktion jegliche kausale Schlussfolgerung. Anstatt IVs zu rechtfertigen, sofern die Identifikationsannahmen nicht direkt widerlegt werden, plädieren wir für eine Stresstest-Perspektive auf topografische IVs, die der Ausschlussrestriktion mit systematischer Skepsis begegnet. Wir veranschaulichen diese Perspektive anhand eines wegweisenden Beispiels für ein topografisches IV aus Dinkelman (2011).
United States Association for Energy Economics (USAEE)
JEL-Klassifikation: C26, C36, C52, O13, O18
DOI: 10.2139/ssrn.7093978