Holzkohlenutzung in Subsahara-Afrika
Traditionelle Biomasse deckt nahezu 75 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Subsahara-Afrika ab und wird in Form von Brennholz und Holzkohle überwiegend zum Kochen genutzt. In städtischen Gebieten ist Holzkohle aufgrund geringerer Transportkosten der wichtigste Kochbrennstoff. Holzkohle kann eine erneuerbare Energiequelle darstellen, zur urbanen Energiesicherheit beitragen und zugleich wichtige Einkommensmöglichkeiten in ländlichen Regionen schaffen. Eine steigende Nachfrage infolge rascher Urbanisierung kann jedoch den Druck auf Wälder erhöhen, zu Walddegradation führen und sowohl lokale Umwelt- als auch globale Klimaeffekte nach sich ziehen.
Dieses Projekt untersucht die Rolle von Holzkohle aus einer ganzheitlichen Perspektive. Es schätzt die aktuelle und zukünftige Holzkohlenachfrage in Subsahara-Afrika und analysiert, wie Urbanisierung, Energieübergänge und politische Rahmenbedingungen diese Dynamiken beeinflussen. Eine vertiefende Fallstudie zu urbanem Senegal beleuchtet das Zusammenspiel von Holzkohlenutzung, alternativen Energiequellen, Subventionen für fossile Brennstoffe und energiepolitischen Maßnahmen, um nachhaltige Energie- und Waldmanagementstrategien zu unterstützen.
Publikationen
Projektstart:
31. Oktober 2019
Projektende:
29. April 2023
Projektleitung:
Prof. Dr. Jörg Ankel-Peters
Projektmitarbeitende:
Dr. Gunther Bensch,
Dr. Julian Rose
Förderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung