Market Formation under Fixed Supply Costs: The Case of Energy-Efficient Biomass Stoves in Rwanda
Viele Technologien, die einen erheblichen privaten und gesellschaftlichen Nutzen haben, verbreiten sich in Ländern mit niedrigem Einkommen oft nur langsam. In der Regel konzentrieren sich Erklärungsansätze auf die Nachfrage der Haushalte und widmen den Bedingungen, unter denen Märkte für diese Technologien entstehen, nur wenig Aufmerksamkeit. Wir untersuchen die Marktbildung für energieeffiziente Biomasse-Kochherde im ländlichen Ruanda, indem wir experimentelle Erkenntnisse zur Zahlungsbereitschaft der Haushalte mit detaillierten Daten zu den Bereitstellungskosten der Kochherde kombinieren. Durch randomisierte Endnutzerpreise können wir die Zahlungsbereitschaftskurve ermitteln, während die Daten zu Produktions- und Vertriebskosten es uns erlauben, die durchschnittlichen Bereitstellungskosten bei unterschiedlicher Marktdurchdringung zu schätzen. Ein Vergleich dieser beiden Kurven zeigt, dass die durchschnittlichen Bereitstellungskosten stets höher sind als die Zahlungsbereitschaft der Haushalte. Unter den vorherrschenden Bedingungen werden Märkte daher kaum wirtschaftlich selbsttragend sein. Grobe Wohlfahrtsberechnungen legen jedoch nahe, dass die zur Überbrückung dieser Lücke erforderliche Subvention allein schon durch die Klimavorteile und möglicherweise auch durch die Zeitersparnis der Haushalte gerechtfertigt ist, die in der Zahlungsbereitschaft nicht vollständig berücksichtigt wird.