Skip to main content

Ruhr Economic Papers #1208

2026

Hendrik Schmitz, Thao Le Nguyen

Education as a Moderator of Genetic Mortality Risk

In diesem Beitrag untersuchen wir, ob eine längere Schulbildung genetisch bedingte Nachteile hinsichtlich der Lebenserwartung ausgleichen kann. Anhand von Daten aus der „English Longitudinal Study of Ageing“ (ELSA) und polygenen Scores für die Lebenserwartung untersuchen wir die Heterogenität der Auswirkungen von Bildung auf den Panel-Austritt –ein Indikator, der die Sterblichkeit älterer Menschen eng widerspiegelt. Die Identifikation erfolgt anhand der britischen Schulreform von 1947, die das Mindestalter für den Schulabschluss von 14 auf 15 Jahre anhob und eine quasi-experimentelle Variation im Bildungsniveau ermöglicht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Reformeffekt je nach genetischem Mortalitätsrisiko variiert. Bei Personen in der Gruppe mit dem niedrigsten genetischen Mortalitätsrisiko hat ein zusätzliches Jahr Pflichtschulzeit keine signifikanten Auswirkungen auf die Panel-Abwanderung. Im Gegensatz dazu erhöht bei der Gruppe mit dem höchsten genetischen Sterblichkeitsrisiko ein zusätzliches Jahr Schulpflicht die Überlebenswahrscheinlichkeit in der Stichprobe bis zum Alter von 84 Jahren. Dies deutet darauf hin, dass die Reform die genetisch bedingten Ungleichheiten in der Lebenserwartung gemildert hat.

ISBN: 978-3-96973-393-6

JEL-Klassifikation: C31, J14, J24

Link zum Dokument