AnWENDE - Flexibilisierung der Strompreise im Angesicht steigender CO2-Preise: Verteilungswirkungen und Lösungsstrategien - Teilvorhaben: Verhaltensökonomische Analyse von Akzeptanz, Verteilungswirkungen und Nutzung dynamischer Stromtarife auf Haushaltseb
Dynamische Stromtarife und variable Netzentgelte sollen die Elektrifizierung im Haushaltsbereich anreizen, während ab 2028 der europäische Emissionshandel ETS2 fossiles Heizen verteuert. Es ist unklar, welche Haushalte von flexiblen Preisen profitieren und welche, etwa einkommensschwache Haushalte und Mietende, überproportional belastet werden. Das Verbundvorhaben AnWENDE untersucht, wie dynamische Stromtarife und variable Netzentgelte im Zusammenspiel mit der CO2-Bepreisung sozial gerecht gestaltet werden können. Das RWI übernimmt als Konsortialführer das Teilvorhaben zur verhaltensökonomischen Analyse von Akzeptanz, Verteilungswirkungen und Nutzung dynamischer Stromtarife auf Haushaltsebene. Mithilfe von Haushaltsbefragungen und experimentellen Methoden werden Informationsstand, Präferenzen und Akzeptanz erhoben. Mikrosimulationen auf Basis aktueller Haushaltsdaten quantifizieren die Belastungs- und Entlastungswirkungen für unterschiedliche Haushaltsgruppen. Die Ergebnisse fließen in praxistaugliche Handlungsempfehlungen für Politik, Energieversorger und Wohnungswirtschaft ein, in enger Abstimmung mit den Praxispartnern.
Publikationen
Projektstart:
01. November 2026
Projektende:
31. Oktober 2029
Projektleitung:
Dr. Kathrin Kaestner
Projektmitarbeitende:
Sven Hansteen,
Dr. Jana Eßer
Projektpartner:
Öko-Institut e.V.,
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung,
Green Planet Energy eG,
LEG Immobilien SE
Förderung:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie