The role of entrepreneurial ecosystems for start-up acceleration in emerging markets
Start-ups gelten als wichtiger Motor für eine kontextsensitive und nachhaltige Entwicklung in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen, insbesondere wenn sie auf lokalen Innovationen beruht. Dennoch ist bislang nur begrenzt bekannt, wie sich die Fähigkeiten, Netzwerke und der Zugang zu Finanzmitteln dieser Unternehmen effektiv fördern lassen – insbesondere im Kontext von Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen. In diesem Beitrag nutzen wir neuartige Daten eines panafrikanischen Start-up-Accelerators, um zu untersuchen, ob und warum Accelerator-Programme wirksam sind. Aufbauend auf der Perspektive unternehmerischer Ökosysteme und der Konzeption von Accelerators als Intermediäre innerhalb dieser Ökosysteme testen wir zwei konkurrierende Erklärungsansätze für ihre Wirksamkeit: Substitution und Komplementarität. Unsere Ergebnisse stützen die Komplementaritätsperspektive, wonach die positiven Effekte von Accelerators in reiferen Ökosystemen stärker ausgeprägt sind. Damit leisten wir einen Beitrag zur Literatur, indem wir die Bedeutung des institutionellen und ökosystemischen Kontexts, in den Accelerators eingebettet sind, hervorheben. Wir hinterfragen den verbreiteten Ansatz, fehlende Ökosystemkomponenten in Schwellenländern durch isolierte Fördermaßnahmen ersetzen zu wollen.
ISBN: 978-3-96973-387-5