Formalizing employment in Africa’s small firms: Experimental evidence from Côte d‘Ivoire
Informelle Beschäftigung von geringer Qualität in Kleinst-, kleinen und mittleren Unternehmen (KKMU) bleibt eine erhebliche Herausforderung in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen. Wir präsentieren Evidenz aus einer Wirkungsevaluation eines niedrigintensiven Unternehmensberatungsprogramms mit Schwerpunkt auf der Formalisierung von Beschäftigung in Côte d'Ivoire. Auf Grundlage einer randomisiert kontrollierten Studie (RCT) mit 448 KKMU und einem innovativen Datensatz, der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerdaten verknüpft, zeigen wir, dass die Intervention zu Beschäftigungsformalisierung führte, getrieben durch eine Zunahme der Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohns (+12 Prozentpunkte) und der Bereitstellung schriftlicher Verträge (+7 Prozentpunkte). Diesen Verbesserungen liegt tendenziell ein Prozess selektiver Formalisierung zugrunde, bei dem sich die arbeitgeberseitige Kosten-Nutzen-Abwägung für einzelne Beschäftigte veränderte. Zudem deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass Unternehmen zuvor informelle Zahlungsströme teilweise formalisiert haben könnten.
Fietz, K., T. Lakemann, B. Beber, J. Priebe und J. Lay (2026), Formalizing employment in Africa’s small firms: Experimental evidence from Côte d‘Ivoire. The World Bank Economic Review (forthcoming)
DOI: 10.1093/wber/lhag003