Introducing and Terminating Monetary Incentives in Non-Regenerating Forests: Insights from a Framed Field Experiment
In Regionen mit niedriger Bodenfruchtbarkeit roden Landwirte und Landwirtinnen häufig Wälder, um ihre landwirtschaftlichen Erträge aufrechtzuerhalten. Dies ist problematisch in Regionen mit geringem Waldwachstum und führt zu Verlust von Waldflächen und verstärkt globale Umweltprobleme wie Klimawandel und Biodiversitätsverlust. Diese Studie präsentiert Ergebnisse eines kontrollierten Feldexperiments, das untersucht, wie verschiedene Arten von monetären Anreizen Waldrodungsentscheidungen in der Kavango Region in Namibia, einer semi-ariden Region mit vernachlässigbarem Waldwachstum, beeinflussen. Wir führten ein Common-Pool-Resource Game mit 518 Teilnehmenden in 25 Dörfern durch, bei dem ein Waldbestand dynamisch basierend auf den Rodungsentscheidungen der Teilnehmer abnimmt, ohne unmittelbares Nachwachstum. Das Spiel erstreckt sich über drei Phasen: eine Baseline ohne Anreize, eine Interventionsphase mit individuellen oder kollektiven Belohnungen oder einer individuellen Gebühr sowie eine Phase nach den Anreizen. Dieses Setup ermöglicht es uns, sowohl die unmittelbaren Auswirkungen von Anreizen als auch deren Persistenz nach deren Entfernung zu bewerten. Alle Anreiztypen reduzieren die Rodung im Vergleich zur Baseline, aber nicht signifikant mehr als in der Kontrollbedingung, wo die Rodung ebenfalls abnahm – ein unerwarteter Trend, der wahrscheinlich mit Merkmalen des dynamischen Spieldesigns verbunden ist. Anreizeffekte lösen sich nach deren Entfernung größtenteils auf, ohne starke Belege für anhaltende motivational Crowding-in oder Crowding-out-Effekte. Insgesamt deuten unsere Ergebnisse darauf hin, dass moderate monetäre Anreize möglicherweise nicht ausreichen, um Kooperation in anhaltenden Ressourcendilemmas aufrechtzuerhalten. Allgemeiner betont unsere Studie die Bedeutung einer mehrdimensionalen Analyse, einschließlich Kontrollbedingungen und sorgfältiger experimenteller Rahmensetzung in Feld-Labor-Studien, kombiniert mit Vorsicht bei der Verallgemeinerung von Ergebnissen für politische Maßnahmen.