Unstatistik des Monats

Archiv

30.04.2020

Corona-Pandemie: Die Reproduktionszahl und ihre Tücken

Die aktuelle Unstatistik beschäftigt sich mit Aussagekraft und Tücken der Reproduktionszahl. Sie ist für den Umgang mit der Pandemie und für die Möglichkeiten der Lockerung der derzeitigen Politik der sozialen Distanz von hoher Bedeutung, ist jedoch mit einer erheblichen statistischen Unsicherheit behaftet. Daher sollte sie mit Vorsicht interpretiert und durch Maßnahmen wie regelmäßige repräsentative Panelstichproben ergänzt werden. Mehr

25.03.2020

Corona-Pandemie: Statistische Konzepte und ihre Grenzen

Die Unstatistik des Monats März ist ein Überblick über statistische Konzepte, die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verwendent werden und ihre Grenzen. Dabei geht es um die Aussagefähigkeit von Verbreitungs-Raten, Fallzahlen und Ländervergleichen. Mehr

28.02.2020

Lungenkrebs-Screening rettet Leben

Die Unstatistik des Monats Februar ist die Berichterstattung über eine Studie zum Lungenkrebsscreening, das angeblich Leben rettet. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass die Gesamtsterblichkeit trotz Screening konstant bleibt. Mehr

30.01.2020

Google AI erkennt Brustkrebs besser als die erfahrensten Radiologen

Die Unstatistik des Monats Januar ist die Berichterstattung über eine Studie über ein AI-System zur Brustkrebsfrüherkennung. Sie zeigt beispielhaft, wie Erfolge "künstlicher Intelligenz" (AI) in der Presse übertrieben werden und die Frage nach dem Nutzen für Patientinnen und Patienten nicht gestellt wird. Mehr

19.12.2019

Wahlen in Großbritannien: Die Grünen haben ihr Ergebnis um 60 Prozent gesteigert

Die Unstatistik des Monats Dezember ist ein Tweet auf dem Twitter-Kanal des Londoner ZDF-Studios, auf den auch auf der Homepage der ZDF-Nachrichtensendung „heute“ verwiesen wird. Er verkündet, dass die Grünen bei den Wahlen in Großbritannien um 60% zulegen konnten. Fakt ist, dass sie ihr Ergebnis von 1,6% auf 2,7% steigern konnten. Mehr

02.12.2019

PISA-Ergebnisse sind international nur eingeschränkt vergleichbar

Die Unstatistik des Monats November ist die zu erwartende wenig differenzierte Berichterstattung über die PISA-Studie. In der Diskussion ihrer Ergebnisse sollte nicht nur der Rang Deutschlands in einem problematischen internationalen Vergleich betrachtet werden. Vielmehr sollte man sich stärker auf die Lösung der eigenen Probleme im Bildungssystem konzentrieren. Mehr

30.10.2019

Klimapaket macht Flugtickets wesentlich teurer

Die Unstatistik des Monats Oktober ist die Prognose, dass Inlandsflüge durch das Klimapaket der Bundesregierung deutlich verteuert würden. Tatsächlich zeigen Beispiele, dass kein enormer Preisanstieg durch das Klimapaket zu erwarten ist. Mehr

04.10.2019

Der „Heilige Gral der Krebsforschung“ ist oft kaum besser als ein Münzwurf

Die Unstatistik des Monats September ist die angebliche Treffsicherheit des Bluttests für zehn verschiedene Krebsarten im Frühstadium, den Forscher der Cleveland Clinic entwickelt haben. Dabei wird jedoch lediglich die Trefferrate genannt, nicht jedoch die Falsch-Alarm-Rate. Es bleibt daher völlig unklar, wie häufig der Test bei gesunden Personen fälschlicherweise Krebs diagnostiziert. Mehr

29.08.2019

Verwirrung um Nitrat

Die Unstatistik des Monats August ist ein Artikel aus der Rheinischen Post, nach dem der mittlere Nitratgehalt an den 15 am stärksten belasteten deutschen Messpunkten von 2013 bis 2017 um rund 40 Milligramm pro Liter zugenommen hat. Daraus folgt aber nicht, wie von der Rheinischen Post fälschlicherweise kolportiert, dass die Nitratbelastung insgesamt gestiegen ist. Denn zum einen wurden die Messpunkte verändert, zum anderen 2013 die Jahresdurchschnittswerte, 2017 die Höchstwerte verwendet. Mehr

31.07.2019

Vegetarische und vegane Ernährung senkt Diabetes II-Risiko um 23 Prozent

Die Unstatistik des Monats Juli ist die von vielen Medien aufgegriffene Meldung, dass vegane Ernährung das Risiko einer Diabetes-II-Erkrankung um fast ein Viertel reduziert. Grundlage der Studie waren jedoch lediglich neun Schätzergebnisse. Zudem suggeriert die relative Risikoreduktion um fast ein Viertel einen großen Effekt, faktisch handelt es sich lediglich um die Reduzierung des absoluten Risikos um knapp zwei Prozentpunkte von 7,7 auf 5,9 Prozent. Mehr

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