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Ruhr Economic Papers #1204

Minimum Wages and the Gender Wage Gap Within Firms

Die vorliegende Publikation untersucht, wie sich die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns auf den geschlechtsspezifischen Lohnunterschied innerhalb von Unternehmen auswirkt. Dafür wird die geschlechtsspezifische Lohnlücke in Unternehmen mit und ohne Mindestlohnbetroffenheit vor und nach der Reform verglichen. Datengrundlage sind administrative Lohndaten aus Deutschland. Methodisch wird ein Difference-in-Differences-Ansatz im Event-Study-Design mit Unternehmens- und Jahres-Fixeffekten angewendet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Einführung des Mindestlohns zu einem moderaten Rückgang der innerbetrieblichen geschlechtsspezifischen Lohnlücke geführt hat, wobei die deutlichsten Effekte bei bestehenden Beschäftigten sowie im unteren bis mittleren Bereich der Lohnverteilung zu beobachten sind. Die Effekte unterscheiden sich nach Beschäftigungsstatus, Branchen und Unternehmensgröße. Es zeigen sich geringe Lohnveränderungen bei Vollzeitstellen, ein positiver und signifikanter Effekt nach der Reform für Teilzeitbeschäftigte sowie keine präzisen Effekte nach der Reform für geringfügig Beschäftigte. Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Auswirkungen des Mindestlohns auf die geschlechtsspezifische Lohnlücke je nach Arbeitnehmergruppen und betrieblichen Rahmenbedingungen variieren. Eine umfangreiche Reihe von Robustheitsprüfungen, einschließlich alternativer Betroffenheit und Definitionen der Lohnlücke, stützt die Hauptergebnisse.

ISBN: 978-3-96973-389-9

JEL-Klassifikation: J23, J31, J38, J71

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