Household Taxation, Consumption Insurance, and Welfare
Wir bewerten die gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren neu, indem wir Lohnrisiken und unvollständige Versicherungsmärkte berücksichtigen. Die gemeinsame Besteuerung verknüpft die Grenzsteuersätze beider Ehepartner und verändert dadurch, wie Haushalte ihren Konsum durch Anpassungen des Arbeitsangebots gegen Lohnschocks absichern. Daraus ergibt sich ein Versicherungsvorteil, der in einem kalibrierten Lebenszyklusmodell den gleichen Wohlfahrtsgewinn bewirkt wie eine dauerhafte Steigerung des Konsums um 1,61 Prozent. Dieser Vorteil gleicht die Nachteile der gemeinsamen Besteuerung weitgehend aus, unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen und steuerpolitischen Bedingungen jedoch nicht vollständig. Bei stärkerer Steuerprogression kann die gemeinsame Besteuerung der getrennten Besteuerung aus Wohlfahrtssicht überlegen sein. Wird die Steuerprogression für jedes der beiden Systeme gesondert optimiert, erzielen gemeinsame und getrennte Besteuerung nahezu identische Wohlfahrtsniveaus.