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Ruhr Economic Papers #1222

2026

Sebastian Otten

Gender Differences in Teacher Grading Across School Subjects: Evidence From Germany

Diese Studie untersucht, ob geschlechtsspezifische Unterschiede in der schulischen Leistungsbewertung systematisch zwischen den Unterrichtsfächern variieren. Auf Grundlage von Daten aus deutschen Sekundarschulen vergleiche ich die von Lehrkräften vergebenen Noten mit den anonym bewerteten Ergebnissen standardisierter Leistungstests. Die empirische Analyse basiert auf einem Differenz-von-Differenzen-Ansatz. Für sechs zentrale Fächer aus dem sprachlichen und dem MINT-Bereich zeigen sich systematische Bewertungsunterschiede zugunsten von Schülerinnen. Diese sind in Deutsch und Mathematik am stärksten ausgeprägt, während sie in Englisch und den Naturwissenschaften deutlich geringer ausfallen. Dies weist auf eine erhebliche Heterogenität zwischen den Fächern hin. Darüber hinaus unterscheiden sich die Bewertungsunterschiede nach Schulform und Berufserfahrung der Lehrkräfte. Besonders ausgeprägt sind sie an Gymnasien sowie bei Lehrkräften mit geringer Berufserfahrung.

ISBN: 978-3-96973-407-0

JEL-Klassifikation: I21, I24, J16

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