Can Hospitals Protect Patients from Extreme Heat? Evidence from Hospital-Acquired Dehydration
Ist das Gesundheitssystem in der Lage, Patientinnen und Patienten vor extremer Hitze zu schützen? Wir verknüpfen tägliche Temperaturdaten mit administrativen Daten zu 41,3 Millionen Krankenhausaufnahmen in Deutschland und untersuchen, wie sich Hitze auf im Krankenhaus auftretende Dehydrierung auswirkt. Berücksichtigt werden dabei nur Patientinnen und Patienten, bei denen zum Zeitpunkt der Aufnahme keine Dehydrierung dokumentiert war. Im Vergleich zu Aufenthalten bei Temperaturen von 15–20 °C steigt die Wahrscheinlichkeit einer Dehydrierung bei Temperaturen über 30 °C um 0,63 Prozentpunkte (17 %). Auch das Risiko eines akuten Nierenversagens, eines objektiv messbaren und mit Dehydrierung zusammenhängenden Gesundheitsproblems, nimmt um 0,08 Prozentpunkte (4,7 %) zu. Besonders stark betroffen sind ältere Patientinnen und Patienten sowie Menschen mit Demenz. Unsere Ergebnisse zeigen, dass extreme Hitze nicht nur die Nachfrage nach medizinischer Versorgung erhöht, sondern auch die Sicherheit von Patientinnen und Patienten im Krankenhaus beeinträchtigen kann. Sie unterstreichen damit die Bedeutung von Anpassungsmaßnahmen, die vermeidbare gesundheitliche Verschlechterungen während des Krankenhausaufenthalts verhindern.