The future of trauma care in Germany 2030: challenges, opportunities, and strategic directions
Die Studie untersucht die zukünftige Entwicklung der Traumaversorgung in Deutschland vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, steigender Patientenzahlen und zunehmender Personalengpässe. Mithilfe einer Mixed-Methods-Analyse aus Krankenhaus- und Diagnosedaten (2010–2019), einer Befragung von 752 Unfallchirurgen sowie einem Expertenpanel wurden Versorgungsstrukturen analysiert und Prognosen bis 2030 erstellt. Die Ergebnisse zeigen eine erwartete Zunahme altersbedingter Traumafälle, regionale Unterschiede in der Krankenhausinfrastruktur und einen wachsenden Fachkräftemangel. Zur Sicherung einer hochwertigen Versorgung werden strukturelle Reformen, stärkere Zentralisierung, bessere Ausbildung, digitale Lösungen wie Telemedizin sowie eine nachhaltige Finanzierung empfohlen.
Spering, C., M. Lemm, S. Finke, M. Wrobel, A. Haering, A. Franke, K. Sprengel, R. Seemann und D. Bieler (2026), The future of trauma care in Germany 2030: challenges, opportunities, and strategic directions. European Journal of Trauma and Emergency Surgery, 52, 1, 95