Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #868

In Sickness and in Health? Health Shocks and Relationship Breakdown: Empirical Evidence from Germany

von Christian Bünnings, Lucas Hafner, Simon Reif und Harald Tauchmann

RWI, 10/2020, 31 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-96973-005-8 DOI: 10.4419/96973005

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Zusammenfassung

Aus ökonomischer Sicht können Ehen und langjährige Partnerschaften als informeller Versicherungsmechanismus verstanden werden. Dieser implizite Versicherungsvertrag ist jedoch nicht vollständig durchsetzbar, da jeder Partner die Beziehung beenden kann, z.B. auch dann wenn seine Unterstützung im Falle eines negativen Lebensereignisses benötigt wird. Ein Beispiel eines solchen negativen Lebensereignisses ist ein Gesundheitsschock. Wenn Gesundheitsschocks die Wahrscheinlichkeit einer Trennung erhöhen, erfüllt eine Partnerschaft die Funktion einer informellen Versicherung gegen einen solchen Schock nicht. Auf Basis von Beobachtungsdaten aus Deutschland untersuchen wir diese Fragestellung mittels verschiedener Matching-Methoden empirisch. Die Ergebnisse zeigen, dass eine drastische Verschlechterung der psychischen Gesundheit die Wahrscheinlichkeit einer Trennung innerhalb der folgenden zwei Jahre beträchtlich erhöht. Für physische Gesundheitsschocks zeigt sich hingegen kein deutlicher Effekt auf die Partnerschaftsstabilität. Die Ergebnisse deuten vielmehr in die Richtung, dass eine Trennung weniger wahrscheinlich wird falls sich die physische Gesundheit beider Partner gleichzeitig verschlechtert.

JEL-Classification: I12, J12, D13

Keywords: Separation; partnership dissolution; health shock; MCS; PCS; matching

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