The power of carbon pricing - A comment on Döbbeling-Hildebrandt et al. (2024) and its press release
Döbbeling-Hildebrandt et al. (2024, DH2024) führen eine Metaanalyse zur Wirksamkeit von CO₂-Bepreisung durch. Das Abstrakt von DH2024 kommt zu dem Schluss, dass 17 von 21 in der Literatur untersuchten Systemen zu erheblichen Emissionsminderungen geführt haben. Eine anschließende Pressemitteilung trug die Überschrift: „CO₂-Bepreisung funktioniert“. Dieser Kommentar greift die Metaanalyse erneut auf und untersucht, ob ihre empirischen Belege die in der Zusammenfassung von DH2024 und insbesondere in der Pressemitteilung aufgestellten Behauptungen stützen. Wir verwenden den Ansatz von DH2024 selbst, um die statistische Aussagekraft und potenziell verzerrte kausale Schlussfolgerungen in den zugrunde liegenden Studien zu berücksichtigen. Wir zeigen, dass bei gleichzeitiger und konservativer Anwendung dieser Kriterien – was unserer Meinung nach der Fall sein sollte – nur neun wirksame Systeme übrig bleiben, acht in China und ein regionales System in den USA. Wir betonen, dass die statistische Aussagekraft bei den meisten Bewertungen von CO₂-Bepreisungen ein großes Problem darstellt, da die meisten CO₂-Preise sehr niedrig sind, was zu einem schwachen Signal-Rausch-Verhältnis führt. Wir kommen zu dem Schluss, dass die politischen Schlussfolgerungen von DH2024 und die Pressemitteilung daher nicht mit der Evidenzbasis in Einklang gebracht werden können.