Dementia Severity, Informal Caregiving and Labour Market Outcomes in Europe
Demenz geht mit einem steigenden Pflegebedarf einher, der häufig von informellen Pflegekräften gedeckt wird. Dies kann sich auf ihr Verhalten auf dem Arbeitsmarkt auswirken. Diese Studie analysiert die Auswirkungen des Schweregrads der Demenz auf die informelle Pflege, die Erwerbsbeteiligung und die Arbeitszeiten informeller Pflegekräfte. Wir verwenden Daten aus der multinationalen RightTimePlaceCare (RTPC)-Studie, die acht europäische Länder umfasst und detaillierte Informationen über Menschen mit Demenz und ihre primären informellen Pflegekräfte auf einzigartige Weise miteinander verknüpft. Mithilfe deskriptiver Statistiken und multivariater Regressionsmodelle analysieren wir die Zusammenhänge zwischen dem Schweregrad der Demenz, der Intensität der Pflege und den Arbeitsmarktergebnissen, wobei wir die Endogenität der Pflegeintensität durch einen Instrumentvariablenansatz berücksichtigen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass ein höherer Schweregrad der Demenz die Intensität der informellen Pflege deutlich erhöht und sowohl die Erwerbsbeteiligung als auch die Arbeitszeit der informellen Pflegepersonen erheblich verringert. Diese Ergebnisse verdeutlichen die wirtschaftlichen Folgen der Demenzpflege und unterstreichen, wie wichtig es ist, bei der Bewertung der informellen Demenzpflege die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu berücksichtigen.