Kurzprofil
Renate Hartwig leitet die Forschungsgruppe Bevölkerung und Entwicklung am RWI und ist Professorin für Empirische Entwicklungsökonomie an der Ruhr-Universität Bochum.
Ihre Forschung untersucht Bevölkerungsdynamiken als zentrale Triebkräfte wirtschaftlicher und institutioneller Entwicklung. Im Fokus steht, wie Veränderungen in Fertilität, Familienstrukturen, Migration, Gesundheit sowie in der alters- und geschlechtsspezifischen Zusammensetzung der Bevölkerung individuelle Entscheidungen und langfristige Transformationsprozesse beeinflussen – lokal verankert und mit globalen Implikationen.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Fragestellungen, für die bislang kaum belastbare Daten existieren. Sie entwickelt daher eigene Erhebungsdesigns und baut Primärdatensätze auf, insbesondere in West-, Zentral- und Ostafrika sowie in Indonesien. Ihre Projekte entstehen in interdisziplinären Kooperationen, die ökonomische, demographische und gesundheitliche Perspektiven systematisch integrieren.
Darüber hinaus engagiert sie sich im Bereich Meta-Science. Sie analysiert, wie wissenschaftliche Evidenz generiert wird und welche (Anreiz)Strukturen Forschungsprozesse prägen.
Renate Hartwig hat viel in der entwicklungspolitischen Praxis gearbeitet u.a. für die Weltbank und in diversen Beratungsfunktionen für Regierungen und Nichtregierungsorganisationen.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden u.a. in den Fachzeitschriften Journal of Development Economics, Economic Development & Cultural Change, World Development und Health Economics veröffentlicht.
Renate Hartwig ist Mitglied des Entwicklungsökonomischen Ausschuss des Verein für Sozialpolitik. Darüber hinaus ist sie Mitglied der Leitungsebene des Leibniz-Forschungsverbundes INFECTIONS und Mitglied des Beratungsgremiums des International Centre for Antimicorbial Resistance Solutions (ICARS).
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