Patterns in University Applications: Socioeconomic Status, Gender, and Subject vs. Institution Preferences
Die Studie untersucht Bewerbungsmuster an britischen Hochschulen, an welchen im Rahmen der Bewerbungen eine Entscheidung für eine Hochschule und einen Studiengang simultan getroffen werden muss. Anhand von Verwaltungsdaten des „Universities and Colleges Admissions Service (UCAS)“, welche fast alle Bewerbungen für Bachelor-Studiengänge zwischen 2008 und 2021 abdecken, dokumentieren wir drei wichtige Fakten: Erstens wählen Studierende in der Regel zuerst das Studienfach und dann die Hochschule: Sie bewerben sich im Durchschnitt für etwa 1,6 Fachbereiche an 4,6 Hochschulen, und etwa die Hälfte bewirbt sich für ein einziges Fach an mehreren Hochschulen. Zweitens gibt es erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Bewerbungs- und Zulassungsquoten, die aber überwiegend die Zusammensetzung der Studienfächer widerspiegeln. Drittens reichen Studierende mit hohem sozioökonomischem Status mehr Bewerbungen ein, bewerben sich weniger bei Einrichtungen nahe ihrer Heimatregion und erhalten mehr Zulassungen, aber diese Unterschiede verringern sich stark, sobald wir die Leistungen und die Selektivität der Studiengänge, für die sich die Studierenden bewerben, berücksichtigen. Eine Befragung unter Expertinnen und Experten deutet darauf hin, dass einige dieser Muster den gängigen Einschätzungen zu Bewerbungsmustern widersprechen.