Left by a Trusted Physician and Colleague: Impact of Primary Care Physician Exits in a Group Practice System
Unterbrechungen der Beziehung zwischen Patient und Hausarzt aufgrund des Ausscheidens des Arztes wirken sich in unterschiedlicher Weise auf die Behandlungsergebnisse der Patienten aus. Die Literatur deutet darauf hin, dass der Verlust eines vertrauten Arztes negative Auswirkungen haben kann, weist aber auch auf die Vorteile einer Untersuchung durch einen neuen Arzt hin. Wir untersuchen die Auswirkungen des Ausscheidens von Hausärzten im schwedischen Gesundheitswesen, in dem die Primärversorgung in Gemeinschaftspraxen erfolgt und selbst Patienten, die einen Hausarzt haben, in der Regel von verschiedenen Ärzten behandelt werden. Da die Praxis dafür verantwortlich ist, nach einem Ausscheiden einen neuen Arzt zuzuweisen, gehen wir davon aus, dass der Übergang zwischen Ärzten für die Patienten relativ reibungslos verläuft. Anhand von zwei verschiedenen Kontrollgruppen können wir die Auswirkungen des Verlusts des Hausarztes von denen der Änderung der Personalstruktur in einer Praxis trennen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Ausscheiden von Ärzten in Schweden nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen durch Patienten hat. Wir beobachten zwar Änderungen der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen, diese sind jedoch nicht auf den Verlust des Hausarztes zurückzuführen, sondern eher auf Störungen auf Praxisebene. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass in Gesundheitssystemen wie in Schweden – wo die Kontinuität der Versorgung eher auf Praxis- als auf Arzt-Ebene gewährleistet ist – die Behandlungsergebnisse der Patienten weniger von einzelnen Ärzten abhängig sind. Wichtig ist, dass diese Schlussfolgerung auch für Patienten gilt, die ein hohes Maß an Kontinuität der Versorgung aufweisen.