A Slippery Slope: Topographic Variation as an Instrument
Die Nutzung exogener natürlicher Variationen auf der Grundlage instrumenteller Variablen (IVs) ist ein weit verbreitetes Forschungsdesign in der Wirtschaftswissenschaft, um die Auswirkungen schwer zu randomisierender Maßnahmen zu untersuchen. Die zentrale Identifikationsannahme, die diesem Design zugrunde liegt, ist die Ausschlussbeschränkung (exclusion restriction), wonach die IV die Ergebnisvariable nur über die instrumentierte Variable beeinflussen darf. In dieser Studie analysieren wir die bestehende Literatur, die Topografie als IV verwendet, und zeigen, dass systematische Verstöße gegen diese Annahme aufgrund der Allgegenwart der Topografie in sozioökonomischen Beziehungen wahrscheinlich sind. Da die Topografie zudem oft nur geringe Stärke in der ersten Stufe der Instrumentenschätzung aufweist, untergraben selbst geringfügige Verstöße gegen die Ausschlussbeschränkung jede kausale Schlussfolgerung. Anstelle der Rechtfertigung, die oft mit IV-Anwendungen einhergeht, befürworten wir einen falsifikationistischen Ansatz für die Verwendung topografischer IVs, der auf Vorsicht und Skepsis basiert. Wir wenden diesen Ansatz auf ein bei der Studie Dinkelman (2011) an.