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Ruhr Economic Papers #935

Whom to ask? Testing Respondent Effects in Household Surveys

Die bei Haushaltsbefragungen übliche Praxis, das sachkundigste Haushaltsmitglied zu befragen, kann zu Messfehlern führen, wenn diese nicht über vollkommene Informationen verfügen. Anhand von experimentell variierenden Befragungen in Paraguay und Uganda untersuchen wir, ob es zu Diskrepanzen bei Haushaltsangaben zu Einkommen und Konsum kommt, wenn mehrere Haushaltsmitglieder befragt werden. Wir erheben Daten von 4,100 Haushalten, bei denen wir variieren, ob nur ein Ehegatte, beide Ehegatten zusammen oder beide Ehegatten getrennt befragt werden. Der Vergleich der Stichprobenmittelwerte und der Verteilungen des Haushaltseinkommens und -konsums zeigt, dass es keine bedeutenden systematischen Unterschiede gibt. Wir schließen hieraus, dass das Ausmaß der Befragteneffekte bei diesen Variablen nicht zu einer Verzerrung der meisten empirischen Analysen führen dürfte. Der Vergleich innerhalb des Haushaltes zeigt jedoch große, aber zumeist unsystematische Diskrepanzen bei den Angaben. Zusammengefasst deuten die Ergebnisse darauf hin, dass die Auswahl der Befragten für den Erhalt von genauen Informationen für einen bestimmten Haushalt eine Rolle spielen kann, jedoch nicht für die aggregierte Analyse von Haushalten.

ISBN: 978-3-96973-095-9

JEL-Klassifikation: O1, C8, J16, D13, I3

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