Gene-environment interactions with essential heterogeneity
Wir untersuchen, wie Gen-Umwelt-Interaktionen zwischen Bildung und genetischer Veranlagung kognitive Fähigkeiten im Alter beeinflussen. Anhand dieses Beispiels zeigen wir zudem, dass Koeffizienten von Interaktionseffekten, die mittels zweistufiger Methode der kleinsten Quadrate (2SLS) geschätzt werden, deutlich vom tatsächlichen Effekt abweichen können. Dies kann auftreten, wenn die Treatmenteffekte heterogen sind und die Reaktion der Complier auf das Instrument von der Interaktionsvariable abhängt. Zur Lösung dieses Problems schlagen wir vor, marginale Treatmenteffekte zu schätzen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass zwischen Bildung und genetischer Veranlagung Komplementaritäten bestehen, die die kognitiven Fähigkeiten im späteren Leben beeinflussen. Dabei deuten unsere marginalen Treatmenteffekte auf wesentlich stärkere Gen-Umwelt-Interaktionen hin als die 2SLS-Schätzungen.
Hollenbach, J., H. Schmitz and M. Westphal (2026), Gene-environment interactions with essential heterogeneity. The Economic Journal (forthcoming)
DOI: 10.1093/ej/ueag010