The Effects of Biased Labor Market Expectations on Consumption, Wealth Inequality, and Welfare
Wir analysieren US-Umfragedaten und dokumentieren eine erhebliche optimistische Verzerrung der Haushalte hinsichtlich ihrer erwarteten Arbeitsmarktzustände. Wir stellen fest, dass gering qualifizierte Personen tendenziell stark überoptimistisch sind, während hoch qualifizierte Personen eher präzise Vorstellungen haben. Anhand eines heterogenen Lebenszyklusmodells zeigen wir, dass die optimistische Verzerrung einen quantitativ erheblichen negativen Effekt auf Einkommen, Konsum und Vermögen hat, was im Vergleich zum Fall vollständiger Information einen erheblichen Verlust an individueller Wohlfahrt bedeutet. Darüber hinaus führen die Unterschiede der Erwartungen zwischen verschiedenen Qualifikationsgruppen in der Tendenz zu ausgeprägten Unterschieden in der Vermögensbildung, was sie zu einem quantitativ wichtigen Faktor für die Vermögensungleichheit macht.
Balleer, A., G. Duernecker, S. Forstner und J. Goensch (2026), The Effects of Biased Labor Market Expectations on Consumption, Wealth Inequality, and Welfare. American Economic Journal: Macroeconomics, 18, 1, 297–335
DOI: 10.1257/mac.20220128