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RWI Materialien #150

2021

Ronald Bachmann, Friederike Hertweck, Rebecca Kamb, Judith Lehner, Malte Niederstedt, Christian Rulff

Digitale Kompetenzen in Deutschland - eine Bestandsaufnahme

Diskussionspapier

Der technologische Wandel, die damit verbundene digitale Transformation verschiedener Gesellschaftsbereiche und zuletzt auch die COVID-19-Pandemie haben verdeutlicht, dass digitale Kompetenzen für Personen aller Altersgruppen unerlässlich sind. Mit den Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) erarbeitet die vorliegende Studie eine umfangreiche Bestandsaufnahme zur Verteilung der sogenannten Digital Literacy in Deutschland. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass vor allem ältere und weniger gebildete Menschen, Frauen sowie Personen mit familiärer Einwanderungsgeschichte unterdurchschnittlich ausgeprägte digitale Kompetenzen vorweisen. Derartige geschlechts- und migrationsspezifische Unterschiede sind bei Kindern und Jugendlichen zunächst nur schwach ausgeprägt. Doch steigen sie bereits im Laufe der Schulzeit an und hängen stark vom sozio-ökonomischen Hintergrund des Elternhauses ab. Die aus dieser Studie abgeleiteten Handlungsempfehlungen richten sich folglich vor allem an den formalen Bildungssektor. Dieser sollte früh die digitalen Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen fördern, um den im nicht-formalen Bereich geringen Kompetenzaufbau zu kompensieren. Auch sollten Bildungsangebote für Erwachsene gestärkt werden, um ältere Generationen eine weitere Partizipation in den sich ändernden Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbereichen zu ermöglichen.

ISBN: 978-3-96973-092-8

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