Unstatistik des Monats

Hintergrund

Der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Bochumer Ökonom Thomas Bauer und der Dortmunder Statistiker Walter Krämer haben im Jahr 2012 die Aktion „Unstatistik des Monats“ ins Leben gerufen. Sie hinterfragen jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Die Aktion will so dazu beitragen, mit Daten und Fakten vernünftig umzugehen, in Zahlen gefasste Abbilder der Wirklichkeit korrekt zu interpretieren und eine immer komplexere Welt und Umwelt sinnvoller zu beschreiben. Seit August 2018 ist Katharina Schüller, Geschäftsleiterin und Gründerin von STAT-UP, Mitglied des Unstatistik-Teams.

Sie haben Interesse an der monatlich erscheinenden Unstatistik? Wir nehmen Sie gerne in unseren auf. Desweiteren können Sie die Unstatistik des Monats per RSS-Feed abonnieren oder sie auf Twitter verfolgen.

Das Buch zur Unstatistik

216 S., zahlreiche Tabellen und Grafiken, Klappenbroschur
EUR 16,99/EUA 17,50/sFr 24,90
ISBN 978-3-593-50030-0

Aktuelle Unstatistiken

28.04.2021

Corona und der Regenwald

Die April-Unstatistik erläutert anhand einer Studie zum Zusammenhang des weltweiten Bestands an Regenwald und dem Vorkommen von tiergetriebenen Infektionskrankheiten den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität: Zeitreihen können unabhängig voneinander in die gleiche Richtung laufen, also ohne dass zwischen ihnen ein Ursache-Wirkungs-Zusammenhang besteht. Mehr

31.03.2021

Wie wirksam und sicher ist die AstraZeneca-Impfung?

Die März-Unstatistik beschäftigt sich mit Wirksamkeit und Sicherheit des AstraZeneca-Impfstoffs. Sie ordnet die aktuelle Wahrscheinlichkeit einer Hirnvenenthrombose ein und legt dar, warum es sich anbietet, den Impfstoff zunächst vorrangig für Über-60-Jährige zu nutzen. Mehr

25.02.2021

Verwirrende Zahlen zur Coronasterblichkeit

Die Februar-Unstatistik erläutert, wie unterschiedliche Zahlen zur Coronasterblichkeit zustande kommen. Sie zeigt zudem auf, dass ein sinnvoller Vergleich der Zahlen über Länder hinweg schon aufgrund der unterschiedlichen Bevölkerungsstruktur kaum möglich ist. Mehr

29.01.2021

Corona-Mutationen und die Probleme von Prognosen

Die Januar-Unstatistik zeigt anhand der Prognosen im Zusammenhang mit Corona-Mutationen, wie solche Vorhersagen entstehen. Sie erläutert zudem, wie eine Prognose zu Verhaltensänderungen führt und damit selbst dazu beiträgt, dass sie nicht eintrifft. Mehr

21.12.2020

Die richtige Einordnung von Schnelltests

Die Dezember-Unstatistik ist wie so vieles im Corona-Jahr 2020 von Ambivalenz geprägt und verweist auf ein formal besonders gelungenes Beispiel der statistischen Kommunikation. Die Unstatistik zeigt jedoch, wie die aktuelle Inzidenz Ergebnisse und Aussage verändert. Mehr

02.12.2020

Der Impfstoff ist „zu 90 Prozent wirksam“

Ist ein Impfstoff „zu 90 Prozent wirksam“, heißt das nicht, dass 9 von 10 Menschen durch die Impfung vor einer Infektion geschützt werden können. Es bedeutet, dass im Rahmen einer Impfstudie in der geimpften Gruppe 90 Prozent weniger Menschen erkrankt sind als in der Kontrollgruppe. Mehr

30.10.2020

Anti-Corona-Maßnahmen – Nicht nur auf Neuinfektionen schauen

Die Unstatistik des Monats Oktober befasst sich mit der Aussagefähigkeit der 7-Tage-Inzidenz. Die aktuelle Politik orientiert sich mit ihren Anti-Corona-Maßnahmen vor allem an dieser 7-Tage-Inzidenz, die die Entwicklung der Neuinfektionen abbildet. Mehr

30.09.2020

Der Median macht immer fifty-fifty

Eine Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion an die Bundesregierung zum Medianeinkommen zeigt, dass eine tabellarische Aufstellung sich nicht für faire Vergleiche der Einkommen eignet. Mehr

27.08.2020

Die Krisenverliererinnen?

Frauen sind in der Coronakrise stärker von Arbeitslosigkeit betroffen - das berichten österreichische Medien. Doch ein zweiter Blick auf die Daten ergibt ein anderes Bild. Mehr

30.07.2020

Verwirrende Zahlen zur Hautkrebsgefahr

Zwar hat sich laut Zahlen der AOK zwischen 2003 und 2019 die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von Hautkrebs mehr als verdoppelt. Daraus allein lässt sich jedoch noch kein Anstieg der Hautkrebsgefahr herauslesen. Mehr

Kontakt

Prof. Dr. Thomas K. Bauer
RWI-Vizepräsident
Tel.: (0201) 8149-264

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer
Direktor am Harding-Zentrum für Risikokompetenz
Tel.: (030) 82406-430

Prof. Dr. Walter Krämer
TU Dortmund
Fakultät Statistik
Tel.: (0231) 755-3125

Katharina Schüller
STAT-UP GmbH
Tel.: (089) 34077-447

Unstatistik-Archiv

Informationen zum FDZ Ruhr am RWI

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