Unternehmen und Innovation

Unternehmen und Innovation

Schwerpunkte

Unternehmensdynamik, Handwerk und Mittelstand

Im ersten Forschungsschwerpunkt werden zunächst mikroökonometrische Analysen wirtschaftspolitisch relevanter industrieökonomischer Fragestellungen vorgenommen. Dazu werden moderne mikroökonometrische Schätzverfahren auf große Firmen-Paneldatensätze angewendet, die in der jüngeren Vergangenheit aufgebaut wurden. Als Datenbasis dienen insbesondere die Bilanzdatenbanken AMADEUS und DAFNE, welche Finanzkennzahlen zu europäischen Unternehmen sowie Informationen zur Eignerstruktur und Unternehmensverflechtungen beinhalten. Insbesondere durch die Verknüpfung mit anderen Datenquellen ergibt sich hier ein hohes Analysepotenzial. Im Rahmen der mikroökonometrischen Analysen sollen in den kommenden Jahren insbesondere Themen wie Internationalisierung und Firmenheterogenität, Investitionen, Finanzierung und Private Equity sowie vertikale Integration, Fusionen, Übernahmen und Wettbewerb bearbeitet werden.

Im Bereich Handwerk und Mittelstand liegt das primäre Forschungsanliegen darin, auf einem traditionellen Forschungsfeld des KB innovative industrieökonomisch basierte Beiträge zu leisten. Sie sollen belegen, dass konventionelle, politikrelevante Fragestellungen, theoretische Fundierung und moderne Methoden durchaus überzeugende Synthesen eingehen können. Dabei sollen in den kommenden Jahren insbesondere eine branchenvergleichende Analyse der wichtigsten Handwerksmärkte sowie eine Untersuchung der Auswirkungen der elektronischen Vernetzung kleiner und mittlerer Unternehmen auf Märkte und Wettbewerb durchgeführt werden.

Wirtschaftsförderung, Forschung und Entwicklung

Bildung, Forschung und Innovation sind – nicht nur in Deutschland – in aller Munde und werden mit beträchtlichen Mitteln gefördert. Die Innovationsforschung kann zwar zu einer Vielzahl von Forschungsfragen Antworten geben, muss sich aber wegen der Vielschichtigkeit der Fragestellungen auch oft mit pragmatischen Ad-hoc-Antworten begnügen. Dies stellt eine große Herausforderung dar. Der KB will auf diesem Feld im Anschluss an seine innovationsökonomischen Arbeiten der zurückliegenden Jahre und flankiert durch große Auftragsprojekte Akzente setzen.

Fragen zu Forschung und Entwicklung, Technologiegenese und Innovationssystemen werden unter einem vornehmlich mikroökonomischen Blickwinkel angegangen, wobei die systemischen Betrachtung der Konstitution neuer Technologiefelder, der damit einhergehenden Herausbildung von neuen bzw. technologisch erneuerten Industrien sowie von Technologiemärkten im Vordergrund steht. Eine zentrale Rolle spielen sektor- und technologiespezifische, aber auch nationale Innovationssysteme. In den folgenden Jahren sind auf diesem Feld insbesondere Forschungsstrategien und Patentverhalten der Unternehmen, Technologiegenese und Evolution neuer Märkte sowie Innovationsnetzwerke, Techno-logiecluster und Innovationssysteme zu untersuchen.

Bei der Evaluation herausragender Technologieprogramme des Bundes befindet sich der KB mit der Einwerbung zweier mehrjähriger begleitender Evalutionsprojekte – „Erweiterte Erfolgskontrolle des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung in Deutschland“ sowie „Begleitende Evaluierung des BMBF-Förderinstruments Spitzencluster-Wettbewerb“ – in einer günstigen Ausgangsposition. Ziel ist es nicht zuletzt, methodisches Neuland zu betreten und innovative methodische Ansätze bei der Evaluation zu erproben.

Weitere Informationen

Stellvertretender Leiter

Michael Rothgang

Dr. Michael Rothgang

Tel.: (0201) 8149-248

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