Folgen warmer Nebenkosten
Wirkungsanalyse aktueller und zukünftiger Wärmekosten für private Haushalte, Energieversorger und Wohnungsunternehmen
Das der Veröffentlichung zugrunde liegende Forschungsprojekt untersuchte die Belastungswirkung warmer Nebenkosten auf private Haushalte in den Jahren 2022 und 2023 und bewertete in diesem Kontext vorhandene Entlastungsinstrumente. Daneben wurden auf der Anbieterseite die Effekte auf die Energieversorger sowie die Wohnungswirtschaft erfasst und gleichermaßen einer Bewertung unterzogen. Ein zentrales Ergebnis ist, dass durch staatliche Entlastungsmaßnahmen wie Energiepreispauschalen und Preisbremsen in der Gesamtbetrachtung die privaten Haushalte entsprechend ihrer Belastung unterstützt werden konnten. Eine Ausnahme bildeten dabei mit Öl heizende Haushalte, die weniger im Fokus der Diskussionen und Unterstützungsmaßnahmen standen. Die meisten Energieversorger setzen langfristige Beschaffungsstrategien um und konnten somit gut durch die Energiepreiskrise kommen. Die aufgespannten staatlichen Schutzschirme für Energieversorger mussten daher auch kaum in Anspruch genommen werden. Für Wohnungsunternehmen markiert die Energiekrise den Beginn einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. Ursächlich hierfür waren jedoch keine direkten Effekte der gestiegenen Energiepreise, sondern gestiegene Materialkosten im Bau, hohe Zinsen und die Abwertung von Immobilienwerten. Die Ergebnisse der Energiepreisprognose zeigen, dass bis 2035 Preisniveaus wie während der Energiekrise zur neuen Normalität oder sogar übertroffen werden könnten. Ursachen werden in steigenden Netzentgelten als Folge notwendiger Investitionen in die Energieinfrastruktur sowie im steigenden CO2-Preis für fossile Energieträger gesehen.