Women's Political Representation and Fertility: Evidence from Gender Quotas in Sub-Saharan Africa
Wir untersuchen, wie sich die politische Vertretung von Frauen auf die Fertilität in Subsahara-Afrika auswirkt. Unter Berücksichtigung der schrittweisen Einführung von Geschlechterquoten mit reservierten Sitzen in der gesamten Region und unter Verwendung eines gegenüber Heterogenität robusten Differenz-Differenzen-Schätzers stellen wir fest, dass die Quoten die parlamentarische Vertretung von Frauen um 13,3 Prozentpunkte erhöht und die Gesamtfruchtbarkeitsrate um 0,23 Geburten pro Frau gesenkt haben. Der Effekt folgt einem „Policy-to-Behavior“-Pfad: Ressourcen werden in Richtung Familienplanung und reproduktive Gesundheit umgeschichtet, die Verwendung von Verhütungsmitteln nimmt zu und der ungedeckte Bedarf sinkt; Daten auf individueller Ebene zeigen zudem eine spätere Heirat und spätere Erstgeburten. Die politische Vertretung von Frauen führt somit zu einer stärkeren politischen Fokussierung auf reproduktive Gesundheit und veranschaulicht, wie die Vertretung im Parlament politische Ergebnisse prägt.