Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #910

Climate Anomalies and International Migration: A Disaggregated Analysis for West Africa

von Fernanda Martinez Flores, Sveta Milusheva und Arndt R. Reichert

RWI, 08/2021, 54 S./p., 10 Euro, ISBN 978-3-96973-054-6 DOI: 10.4419/96973054

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Zusammenfassung

Migration ist eine der Möglichkeiten, welche die westafrikanische Bevölkerung nutzen kann, um sich an die negativen Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Unter Verwendung neuartiger georeferenzierter und hochfrequenter Daten wird in dieser Studie untersucht, inwieweit Anomalien der Bodenfeuchte internationale Migrationsentscheidungen innerhalb der Region und in Richtung Europa beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass trockenere Bodenbedingungen die Migrationswahrscheinlichkeit verringern (anstatt zu erhöhen). Eine Abnahme der Standardabweichung der Bodenfeuchte resultiert in einem Rückgang der Migrationswahrscheinlichkeit um 2 Prozentpunkte, was einem Rückgang der Anzahl der Migranten um 25 Prozent entspricht. Dieser Effekt konzentriert sich auf die Anbausaison und wird wahrscheinlich durch finanzielle Einschränkungen verursacht. Der Effekt ist nur für Gebiete beobachtbar, die in der Mitte der Einkommensverteilung liegen, ohne Auswirkung auf die ärmsten oder reichsten Gebiete eines Landes, was darauf hindeutet, dass erstere zu Beginn eingeschränkt waren und letztere die finanziellen Beschränkungen ausgleichen können.

JEL-Classification: F22, O13, O15, Q54

Keywords: West Africa; climate change; migration; agriculture

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