Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #891

Incentivizing Motivation and Self-Control Preferences

von Linda Hirt-Schierbaum und Maryna Ivets

RGS, TUD, UDE, 01/2021, 41 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-96973-031-7 DOI: 10.4419/96973031

download

Zusammenfassung

In diesem Papier entwickeln wir ein theoretisches Modell bezüglich Selbstkontrolle, Motivation und Selbstverpflichtung. Das Modell, das auf Gul und Pesendorfer (2001) basiert, untersucht ein Zwei-Perioden-Entscheidungsproblem eines Agenten, der sich einem gegebenen Menü gegenübersieht und in der zweiten Periode in Versuchung geraten könnte. In diesem Fall wird der Agent durch eine Option in Versuchung geführt, die aus ex ante normativer Sicht minderwertig ist, und er muss Selbstkontrolle ausüben, um der Versuchung zu widerstehen. Ein zufälliger, zeitvariabler Grad der Motivation wird eingeführt, um seine Selbstkontrollkosten zu beeinflussen. Wir führen zudem eine Investment-Auszahlungs-Kombination als ein Mittel zur Selbstverpflichtung ein. Dieses kann dem Agenten helfen sich auf seine normative Wahl festzulegen, bevor er der Versuchung gegenübersteht. Je nachdem, wie genau die Agenten ihre zukünftigen Selbstkontrollkosten vorhersagen, unterscheiden wir zwischen hochentwickelten und (teilweise) naiven Agenten. Die theoretischen Ergebnisse zeigen, dass unser Mechanismus Agenten helfen kann, sich erfolgreich zu binden, und auch erklären kann, warum bestimmte Agenten mit einer Präferenz für Selbstverpflichtung versagen können - ein Verhalten, das üblicherweise auf eine Präferenzumkehr zurückgeführt wird. Dieses Versagen bei der Verpflichtung ist mit einer Unterschätzung der zukünftigen Selbstkontrollkosten verbunden.

JEL-Classification: D01, D11, D84

Keywords: Self-Control; temptation model; motivation; heuristic bias; naiveté; sophistication; commitment device; health behavior

Hoch