Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #872

Ethnic Cooperation and Conflict in Kenya

von Alicia Barriga, Neil T.N. Ferguson, Nathan Fiala und Martin Leroch

RWI, 10/2020, 18 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-96973-009-6 DOI: 10.4419/96973009

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Zusammenfassung

Es gibt immer mehr Anzeichen dafür, dass ethnische Spaltungen und Konflikterfahrungen das Sozialkapital und die wirtschaftlichen Interaktionen sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Jüngste Arbeiten haben jedoch gezeigt, dass die Erfahrung von Gewalt bei Wahlen in Kenia nicht mit dem Laborverhalten zwischen den beiden größten ethnischen Gruppen, den Luo und Kikuyu, korreliert. Wir führen eine ähnliche Reihe von Experimenten zur Messung des Sozialkapitals durch und kommen zu den gleichen Ergebnissen: Altruismus, vertrauensvolles und vertrauenswürdiges Verhalten sowie die Zusammenarbeit zwischen diesen beiden ethnischen Gruppen werden nicht dadurch beeinträchtigt, dass die Teilnehmerinnen durch sogenanntes Priming auf die ethnische Identität ihrer Partner oder auf die Hervorhebung des Wahlkonflikts vorbereitet werden. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Gewalt bei Wahlen nicht notwendigerweise zu Verhaltensänderungen zwischen den ethnischen Gruppen führt und dass kooperatives Versagen zwischen den Gruppen leicht überbewertet werden kann oder andere Mechanismen hat.

JEL-Classification: C90, H41, O43

Keywords: Ethnic cooperation; conflict; election violence; priming

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