Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #855

Marginal College Wage Premiums under Selection into Employment

von Matthias Westphal, Daniel A. Kamhöfer und Hendrik Schmitz

TUD, RWI, 06/2020, 54 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-991-9 DOI: 10.4419/86788991

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Zusammenfassung

In dieser Studie identifizieren wir langfristige monetäre Hochschulbildungsrenditen von Frauen. Dabei nutzen wir den Bildungsausbau in Westdeutschland zwischen 1960 und 1990 als ein natürliches Experiment, um generelle Unterschiede zwischen Hochschulabsolventen und Absolventen aller anderen Bildungsabschlüsse herauszurechnen. Darüber hinaus erlaubt uns dieser Ausbau die Schätzung von marginalen Bildungsrenditen, wodurch wir mehr über das zugrundeliegende Selektionsverhalten von weiblichen Hochschulabsolventen lernen können (z.B. ob diejenigen Frauen, die am meisten von einer universitären Ausbildung profitieren sich auch am ehesten für diese entscheiden). Wir finden jedoch zunächst, dass Frauen mit einem Hochschulabschluss zu 17 Prozentpunkten häufiger in einem Beschäftigungsverhältnis sind als Frauen mit einem anderen Ausbildungsabschluss. Diese universitätsgetriebene Arbeitsmarktselektion erschwert die Schätzung der Loheffekte. Um dennoch kausale Bildungsrenditen abschätzen zu können schlagen wir einen einfachen, aber im Instrumentalvariablen-Kontext neuartigen Teil-Identifikationsansatz (partial identification approach) vor. Unter Berücksichtigung der universitätsgetriebenen Arbeitsmarktselektion finden wir, dass die universitären Lohnrenditen von Frauen (durchschnittlich über alle weiblichen Hochschulabsolventen) zwischen 6 und 12 Prozent pro Jahr liegen.

JEL-Classification: C31, I26, J24

Keywords: Marginal treatment effect; partial identification; returns to higher education; female labor force participation

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