Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #845

Are the Poor More Impatient Than the Rich? Experimental Evidence on the Effect of (Lab) Wealth on Intertemporal Preferences

von Jan Siebert

UDE, 04/2020, 14 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-980-3 DOI: 10.4419/86788980

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Zusammenfassung

Arme Menschen haben im Durchschnitt eine höhere marginale Konsumneigung. Eine (von vielen) möglichen Erklärungen dafür ist, dass Armut die Geduld beeinträchtigt. Letztere hätte wichtige Auswirkungen für Geld- und Fiskalpolitik. Während einige Makroökonomen einfach davon ausgehen, dass ärmere Haushalte niedrigere individuelle Diskonfaktoren haben, ist über dieses Phänomen aus verhaltensorientierter Sicht wenig bekannt. Dieses Papier stellt ein Laborexperiment vor, welches testet, ob sich Arme ungeduldiger verhalten. Im Experiment erhält eine Hälfte der Teilnehmer eine hohe Teilnahmevergütung, während die andere Hälfte eine niedrige Teilnahmevergütung erhält. Alle Teilnehmer erledigen eine intertemporale Multiple price list-Aufgabe. Die Teilnahmevergütung hat eine signifikante Wirkung. Überraschenderweise sind die Teilnehmer mit einer geringeren Teilnahmevergütung weniger ungeduldig.

JEL-Classification: C9, D9, E2

Keywords: Intertemporal preferences, patience, saving, consumption, experiments

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