Projekt: Beschäftigungswirkungen von Forschung und Innovation

Projektlaufzeit

09/2003 - 05/2005 (abgeschlossen)

Projektfinanzierung

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

Projektteam (RWI)

Dr. Jochen Dehio (Leitung), Dirk Engel, Rainer Graskamp, Dr. Michael Rothgang

Zusammenfassung

Das Forschungsvorhaben hat die Analyse des Zusammenhangs zwischen der technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung zum Gegenstand. Die Fragestellung ist insofern von erheblicher technologie- und wirtschaftspolitischer Tragweite, als Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) als wesentliche Voraussetzung für die Generierung neuer Produkte, Produktionsverfahren und Organisationsstrukturen gelten, die sich wiederum maßgeblich auf Wachstum und Beschäftigung auswirken können. Trotz der hohen Komplexität der Fragestellung konnten einige grundlegende Zusammenhänge festgestellt werden: Die Fähigkeit einzelner Länder, die Wissensgenerierung in Produktivitätswachstum umzusetzen, variiert demnach in Ab-hängigkeit von der Humankapitalausstattung, den Diffusionsmustern des Innovationsgeschehens und den politischen Rahmenbedingungen. Die Wissensgenerierung durch FuE und die Umsetzung dieses Wissens in Innovationen wirkt sich – den durchgeführten Partial- und Regressionsanalysen zufolge – in der Regel positiv auf Wachstum und Beschäftigung aus. Von entscheiden-der Bedeutung sind dabei u.a. die Elastizität der Nachfrage und die Flexibilität des Arbeitsmarkts. Je höher die Nachfrageelastizitäten und je geringer die Marktunvollkommenheiten ausfallen, umso größer sind die Chancen, dass Innovationen zur Verminderung der Wachstums- und Beschäftigungsprobleme beitragen. Dies gilt für die gesamtwirtschaftliche, sektorale und einzelbetriebliche Ebene gleichermaßen. Deutschland ist im Vergleich zu einigen führenden Industrieländern wie den USA oder Japan von einer geringeren For-schungsintensität sowie Rückständen bei einigen Innovationsmaßen gekennzeichnet. Positiv hervorzuheben ist aber, dass Deutschland hinsichtlich der Forschungselastizität, die zum Ausdruck bringt, wie sich der technische Fortschritt bei einer Steigerung des Forschungskapitalstock um ein Prozent verändert, den empirischen Analysen zufolge vergleichsweise gut abschneidet. Vor diesem Hintergrund kommt die Studie zu dem Schluss, dass Politik und Wirtschaft ihre Anstrengungen intensivieren sollten, um die Forschungs- und Innovationskraft Deutschlands zu stärken. Dazu gehören u.a. die Schaffung eines innovationsfreundlicheren Klimas, die Verbesserung der Humankapitalbildung, eine stärkere Nutzung des Hebeleffekts der staatlichen Forschungs- und Technologieförderung sowie der Abbau von Arbeitsmarktrigiditäten.

Ausgewählte projektbezogene Publikationen

Artikel in sonstigen Zeitschriften

2006

Dehio, J., D. Engel und R. Graskamp (2006), Forschung und Innovation: Wo steht Deutschland? . Wirtschaftsdienst 86 (8): 517-523.

RWI Projektberichte

2005

RWI (2005), Beschäftigungswirkungen von Forschung und Innovation. RWI Projektberichte download

RWI (2005), Beschäftigungswirkungen von Forschung und Innovation – Kurzfassung. RWI Projektberichte download

RWI (2005), Employment Effects from Research and Innovation – Executive Summary. RWI Projektberichte download

Hoch