Unstatistik des Monats

Archiv

28.05.2014

Behandlungsqualität schöngerechnet

Die Unstatistik des Monats Mai 2014 ist eine Pressemitteilung der Bundeszahnärztekammer vom 6. Mai. Demnach waren im Jahr 2013 nur 0,0013 Prozent aller Wurzelbehandlungen durch deutsche Zahnärzte fehlerhaft oder nicht dem medizinischen Standard entsprechend. Das ist rund eine von hunderttausend. Mehr

28.04.2014

Die phänomenale Effizienz der Bio-Baumwoll-Bauern

Die Unstatistik des Monats April 2014 ist eine Studie der Biobaumwollmarke Cotonea, laut der Bio-Baumwolle genauso effizient zu produzieren ist wie konventionell erzeugte Baumwolle. Auf diese Studie wurde am 9. April unter dem Titel „Gentechnik verdrängt Biobaumwolle“ im Blog „Grüne Geschäfte“ der Online-Ausgabe der „Zeit“ verwiesen. Als Beweis wird der Hektar-Ertrag in Kilogramm der besten Bio-Produzenten in Uganda und Kirgisistan mit dem durchschnittlichen Hektar-Ertrag konventioneller Produzenten anderer Länder wie etwa Türkei, Brasilien oder China verglichen. Mehr

25.03.2014

Gewalt gegen Frauen und Zahlen

Die Unstatistik des Monats März 2014 ist die Umfrage der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) zur Gewalt gegen Frauen in den 28 EU-Mitgliedstaaten. Demnach haben etwa 7% der interviewten Frauen in den 12 Monaten vor der Befragung körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren. Jede dritte Frau hat seit dem 15. Lebensjahr einen körperlichen und/oder sexuellen Übergriff erlebt. Mehr

07.02.2014

Krebserkrankungen nehmen dramatisch zu

Die Unstatistik des Monats Februar sind die mehr als 20 Millionen an Krebs erkrankten Menschen, die nach dem Weltkrebsbericht der Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2025 weltweit zu erwarten sind. Vor allem in deutschen Medien hat dieser Bericht zu den üblichen hektischen Panikreaktionen und Forderungen nach staatlichen Eingriffen geführt. So titelte die „Zeit Online“ am 3. Februar beispielsweise „Krebserkrankungen steigen weltweit drastisch an“. Mehr

31.01.2014

Olivenöl verhindert Diabetes

Die Unstatistik des Monats Januar ist die Meldung, eine mediterrane Diät verringere das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, um 30% - ohne Diät und Sport. Über diese Wirkung der Diät, zu der viel Früchte und Gemüse, etwas Fisch und Wein und kaum rotes Fleisch oder Süßigkeiten gehören, berichtete neben anderen Medien unter der Überschrift „Olivenöl, Nüsse, Gemüse: Mittelmeer-Diät senkt das Diabetes-Risiko“ auch „Spiegel online“ am 8. Januar 2014. Mehr

17.12.2013

Positive PISA-Studie – mehr Glück als Verstand?

Die Unstatistik des Monats Dezember ist die aktuelle PISA-Studie der OECD. Über sie und auch über das im Vergleich zu früheren Studien bessere Abschneiden deutscher Schüler haben fast alle deutschen Medien ausführlich berichtet. So titelte beispielsweise „Spiegel online“ am 3. Dezember „Neue Pisa-Studie: Deutsche Schüler holen auf“. Mehr

03.12.2013

Mangelhaft für Mangelhaft

Die Unstatistik des Monats November ist die Note 5 (=mangelhaft). So bewertete die Stiftung Warentest die Vollmilch-Nuss Schokolade der Firma Ritter Sport. Zahlreiche Medien berichteten über dieses Testergebnis, so titelte die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Online-Ausgabe am 22. November „Mangelhaft für Ritter Sport“. Mehr

04.11.2013

Fehlende Informationen zu Nutzen und Schaden des Brustkrebs-Screenings

Die Unstatistik des „Brustkrebsmonats“ Oktober ist anders als üblich: es geht dieses Mal um Statistiken, die nicht berichtet wurden. Berichtet wurde, von Nord bis Süd, über Kampagnen zur „Brustkrebsvorsorge.“ So berichtete die Bild-Zeitung am 22. Oktober „Die Alster leuchtet pink – Kampagne gegen Brustkrebs“ und die Österreichische Krebshilfe bot „Pink Ribbon Toaster“ zum Verkauf an. Vom Nordkurier bis zur Krebshilfe sprachen viele irreführend von „Vorsorge“, obgleich es sich um Früherkennung handelt. Vorsorge verringert die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken, Früherkennung nicht. Früherkennung setzt voraus, dass der Krebs schon da ist. Mehr

30.09.2013

Schweizer auf Platz 1 des Reichen-Rankings

Die Unstatistik des Monats September 2013 ist das von einigen Medien auf Basis des Global Wealth Reports der Allianz vorgenommene „Reichen-Ranking“. So titelte die Bild am 25. September: „Deutsche sind Europas Sparmeister – Schweizer auf Platz 1 im Reichen-Ranking“. Mehr

28.08.2013

Frühstück beugt Herztod vor

Die Unstatistik des Monats August ist eine Meldung, wonach Menschen, die das Frühstück ausfallen lassen, ein erhöhtes Herzinfarktrisiko haben. „Verzicht auf Frühstück erhöht das koronare Risiko signifikant“ meldete etwa die Ärzte Zeitung online am 2. August. „Den Tag sollte man mit einem guten Frühstück beginnen. Denn: Wer nicht frühstückt, weist ein um 27 Prozent erhöhtes Risiko für Herzinfarkt oder Herztod auf, hat eine aktuelle US-Studie ergeben.“ Mehr

Hoch