Unstatistik des Monats

Hintergrund

Der Berliner Psychologe Gerd Gigerenzer, der Bochumer Ökonom Thomas Bauer und der Dortmunder Statistiker Walter Krämer haben im Jahr 2012 die Aktion „Unstatistik des Monats“ ins Leben gerufen. Sie hinterfragen jeden Monat sowohl jüngst publizierte Zahlen als auch deren Interpretationen. Die Aktion will so dazu beitragen, mit Daten und Fakten vernünftig umzugehen, in Zahlen gefasste Abbilder der Wirklichkeit korrekt zu interpretieren und eine immer komplexere Welt und Umwelt sinnvoller zu beschreiben.

Sie haben Interesse an der monatlich erscheinenden Unstatistik? Wir nehmen Sie gerne in unseren auf. Desweiteren können Sie die Unstatistik des Monats per RSS-Feed abonnieren.

Das Buch zur Unstatistik

216 S., zahlreiche Tabellen und Grafiken, Klappenbroschur
EUR 16,99/EUA 17,50/sFr 24,90
ISBN 978-3-593-50030-0

Aktuelle Unstatistiken

31.01.2017

Feinstaub durch Silvesterknaller - Schall und Rauch statt akute Gesundheitsgefahr

Als vermeintliche Umweltsünder ins neue Jahr: Mit Sätzen wie „Die Deutschen haben ihre Luft an Silvester mit Lust und Vorsatz vergiftet“ geißelten Medien wie die Süddeutsche Zeitung oder Focus Online in den ersten Januartagen die private Böllerei. Was für viele Menschen in Deutschland als gute Tradition zum Jahreswechsel gilt, gehöre angesichts der Feinstaubbelastung als „nicht mehr zeitgemäßes Vergiften der Luft“ verboten, wird etwa der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Jürgen Resch zitiert. Mehr

20.12.2016

Big Data knackt Ihre Psyche

„Zeige mir deine ‚Facebook-Likes’ und ich sage dir, wer du bist.“ Wie ein Lauffeuer verbreitete sich im Dezember die Botschaft, dass ein derartiger Facebook-Algorithmus Donald Trump zum Wahlsieg verholfen haben soll. Viele renommierte Medien stellen diese Behauptung in Frage, denn bewiesen hat der auslösende Artikel im Schweizer „Das Magazin“ den Zusammenhang keinesfalls. Mehr

30.11.2016

Noch 170 Jahre bis zur Gleichberechtigung von Mann und Frau

Die Unstatistik November ist: „Erst im Jahr 2186 werden Frauen und Männer wirtschaftlich gleich gut aufgestellt sein.“ So berichtete das Schweizer Magazin Blick. Auch Focus online und andere deutsche Medien griffen diese Zahlen aus dem „Gender Gap Report“ des Weltwirtschaftsforums vom 25. Oktober auf und meldeten noch im November: „Es dauert noch 170 Jahre bis zur Gleichberechtigung.“ Mehr

28.10.2016

Das Glück macht einen Sprung!

Krieg im Nahen Osten, Flüchtlingskrise, Klimawandel – aber die Deutschen werden glücklicher, so das von nahezu allen Presseorganen aufgenommene Ergebnis des von der Deutschen Post herausgegebenen Glücksatlas. „Das Glück der Deutschen macht einen deutlichen Sprung“ – sagt man uns dort schon im Titel. In der Studie hatten Deutsche ihre Lebenszufriedenheit auf einer Skala von 0 bis 10 beurteilt. Gegenüber dem Vorjahr ist diese im Mittel von 7,0 auf 7,1 gestiegen! Mehr

Kontakt

Prof. Dr. Thomas K. Bauer
RWI-Vizepräsident
Tel.: (0201) 8149-264

Prof. Dr. Gerd Gigerenzer
Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung
Tel.: (030) 82406-0

Prof. Dr. Walter Krämer
TU Dortmund
Fakultät Statistik
Tel.: (0231) 755-3125

Unstatistik-Archiv

Informationen zum FDZ Ruhr am RWI

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