RWI Schriften 72

Was ist zu tun? - Wirtschaftspolitische Agenda für die Legislaturperiode 2002 bis 2006

herausgegeben von Ullrich Heilemann und Klaus-Dirk Henke

Berlin: 01/2004, 206 S./p., 70 Euro, ISBN 3-428-11397-7

Zusammenfassung

Der vorliegende Band enthält die Beiträge zu einer gemeinsam vom Europäischen Zentrum für Staatswissenschaften und Staatspraxis (EZ) der FU, HU und TU Berlin und vom RWI vom 28. bis 30. November 2002 in Berlin durchgeführten Konferenz zur wirtschaftspolitischen Agenda für die Legislaturperiode 2002 bis 2006. Die Veranstaltung schließt an eine Tagung vor vier Jahren an, in der zum ersten Mal versucht wurde, zu einer Reihe - nicht nur - wirtschaftspolitischer Problemfelder Stellung zu nehmen. Ziel der Beiträge sollte es sein, aufbauend auf einem fundierten Problemaufriss konkrete Handlungsanweisungen zu geben.
Das Spektrum der behandelten Themen war wiederum recht breit und belegt, dass der Gestaltungsbedarf weit über das hinausgeht, was in der Tagesdiskussion Aufmerksamkeit für sich reklamiert. Naturgemäß können nicht alle Themen und Bearbeitungen in gleicher Weise Interesse und Originalität beanspruchen, wohl aber, dass sie sehr fokussiert auf konkret Umsetzbares für die nächsten vier Jahre hinweisen.
Allerdings sollten wir uns auch keine Illusionen darüber machen, dass es - wie in der letzten Legislaturperiode - oft recht rasch zu einem Wechsel der Problemlagen und der Handlungsmöglichkeiten kommen kann. Mit Blick auf die Reform der sozialen Sicherungssysteme zeichnet sich ja bereits einiges an solchen Veränderungen ab. Die hier wiedergegebenen Beiträge entwertet dies aber nicht, denn sie können mindestens als Prüfsteine zur Beurteilung der Vorschläge dienen. An den weiterhin bestehenden grundsätzlichen Herausforderungen, etwa der Reform der öffentlichen Verwaltung, der Bildungs- oder der Wachstumspolitik - von der Rolle der Demographie gar nicht zu sprechen -, besteht jedenfalls kein Zweifel. Der Leser wird nicht mit allem, was - zum Teil bewusst pointiert - vorgetragen wurde, übereinstimmen, aber er wird mit Sicherheit für längere Zeit Gültigkeit behaltende Anregungen zur Bildung seiner eigenen "Agenda" finden.

Hoch