RWI Schriften 74

Die Hartz-Gesetze zur Arbeitsmarktpolitik – Ein umfassendes Evaluationskonzept

von Michael Fertig, Jochen Kluve, Christoph M. Schmidt, Helmut Apel, Werner Friedrich und Helmut Haegele

Berlin: RWI Essen, 07/2004, 320 S./p., 79,80 Euro, ISBN 3-428-11535-X

Zusammenfassung

Die im Rahmen der Hartz-Reformen auf den Weg gebrachten Änderungen der Arbeitsmarktgesetzgebung haben die rasche und nachhaltige Vermittlung in Arbeit, die Schaffung neuer Beschäftigungsfelder und den Bau von mehr Brücken in Beschäftigung zum Ziel. Hauptziel ist letztlich die Verringerung der Arbeitslosigkeit und damit die Entlastung der Versichertengemeinschaft. An diesem Anspruch muss sich der Erfolg der Reformen deshalb primär messen lassen. Jede Evaluationsstudie dazu hat sich an diesem übergeordneten Ziel zu orientieren, und deren zentrale Ergebnisgröße wird im Regelfall die Arbeitsmarktsituation der betroffenen Arbeitnehmer sein.
Vor diesem Hintergrund hat das das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im August 2003 das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) und das RWI beauftragt, ein Konzept zur mittel- und längerfristigen Bewertung der Auswirkungen sowie der Effektivität und Effizienz der Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission zu entwickeln. Ein Parallelauftrag mit gleicher Zielsetzung ging an ZEW/sinus. Aufbauend auf den Empfehlungen der beiden Vorstudien und den Ergebnissen eines Workshops mit Vertretern aus Politik und Forschung im Dezember 2003 in Berlin sollen in einer zweiten Stufe die eigentlichen Evaluationsstudien durchgeführt werden, deren Ergebnisse für Mitte 2005 und Mitte 2006 zu erwarten sind.
ISG und RWI legen hiermit den Schlussbericht zur Entwicklung eines Evaluierungskonzepts vor. Die Arbeiten wurden im RWI im Kompetenzbereich "Arbeitsmärkte, Bevölkerung und Soziale Sicherung" durchgeführt und von Dr. Michael Fertig geleitet. Im ISG lag die Leitung in den Händen von Dr. Werner Friedrich. Besonderer Dank gilt den Teilnehmern des Workshops für ihre hilfreichen Kommentare.

Hoch