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Der erweiterte Minijob für Arbeitslose – Ein Reformvorschlag

von Michael Fertig, Jochen Kluve und Christoph M. Schmidt

RWI, 01/2005, 38 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-936454-41-3

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Zusammenfassung

Mit der zum 1. April 2003 in Kraft getretenen Reform geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse - sog. Minijobs - im Rahmen der Hartz-Gesetze sind vielfältige arbeitsmarktpolitische Ziele verbunden. Die erste empirische Evidenz zur Wirksamkeit der Minijob-Reform nach einem Jahr zeigt, dass, während einerseits die angestrebte deutliche Flexibilisierung des Niedriglohnbereichs tatsächlich zu beobachten ist, andererseits die erwünschte Brückenfunktion bisher nicht erreicht werden konnte. In diesem Beitrag entwickeln wir einen Vorschlag, wie diese Brückenfunktion durch eine Erweiterung der Minijob-Reform, die gezielte Anreize zur Arbeitsaufnahme schaffen soll, verbessert werden kann. Der Vorschlag basiert sowohl auf theoretischen Überlegungen als auch auf vorhandener Evidenz zur Wirksamkeit von Anreizprogrammen im Niedriglohnsektor aus Nordamerika. Kernpunkt unseres Vorschlages ist eine zeitlich begrenzte, relativ generöse Ausweitung der geringfügigen Beschäftigung für eine bestimmte Zielgruppe, Arbeitssuchende, die seit mindestens sechs Monaten arbeitslos sind. Unsere Abschätzung der zu erwartenden Arbeitsmarkteffekte des Programms zeigt, dass in einem vorsichtig optimistischen Szenario bis zu 240.000 Arbeitssuchende reguläre Beschäftigung finden könnten. Gleichzeitig würde dies die Sozialversicherungsträger um 168 Millionen Euro im Monat entlasten.

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