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Aufschwung verliert an Kraft – Konjunkturbericht 2008 für Nordrhein-Westfalen

von Roland Döhrn und Günter Schäfer

RWI, 01/2008, 22 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-034-3

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Zusammenfassung

Die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens ist im Jahr 2007 voraussichtlich um 2,6% gewachsen und damit gleich stark wie die im gesamten Bundesgebiet. Triebkräfte der Expansion waren die Ausrüstungsinvestitionen und die Exporte. Allerdings haben sich die Konjunkturaussichten eingetrübt. Die hohen Weltmarktpreise für Rohöl und andere Rohstoffe haben inzwischen ihren Niederschlag in einer anziehenden Inflation gefunden, was den Anstieg der Realeinkommen dämpft. Zugleich haben sich durch die Aufwertung des Euro gegenüber dem Dollar die Exportchancen vermindert. Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass sich der Anstieg des realen Brutto- inlandsprodukts 2008 auf 1,8% abschwächt. Damit würde es in Nordrhein-Westfalen etwas rascher wachsen als im gesamten Bundesgebiet (1,7%). Dies ergibt sich vor allem daraus, dass das Land aufgrund der regionalen Ausrichtung seiner Exporte von der schwächeren Konjunktur in den USA und der Dollar-Abwertung weniger stark betroffen ist als andere Bundesländer. Insbesondere in der Industrie dürfte sich dabei das Expansionstempo deutlich verringern. Nicht so stark an Schwung verlieren wird wohl die Produktion im Dienstleistungssektor. Die Arbeitslosenquote dürfte von 9,6% im Jahr 2007 auf 8,9% im Jahr 2008 zurückgehen. Darin kommt allerdings in erster Linie das relativ niedrige Ausgangsniveau Ende 2007 zum Ausdruck. Im Jahresverlauf verlangsamt sich der Abbau der Arbeitslosigkeit voraussichtlich.

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