Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #751

The Role of Hybrid Entrepreneurship in Explaining Multiple Job Holders’ Earnings Structure

von Matthias Schulz, Diemo Urbig und Vivien Procher

RWI, 04/2018, 14 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-872-1 DOI: 10.4419/86788872

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Zusammenfassung

Obwohl ein hoher Anteil von Arbeitnehmern sich neben ihrer Hauptbeschäftigung selbständig macht oder ein eigenes Unternehmen gründet, hat sich die Forschung zu Mehrfachbeschäftigungen und die Forschung zu Nebenerwerbsgründungen größtenteils unabhängig voneinander entwickelt. In dem vorliegenden Papier verbinden wir diese beiden Forschungsrichtungen. Basierend auf Theorie zu Nebenerwerbsgründungen, untersuchen wir das Phänomen, dass relativ viele Personen im Zweitjob durchschnittlich mehr verdienen als im Erstjob, was in der Literatur zu Mehrfachbeschäftigungen bisher nur unzureichend erklärt werden konnte. In Übereinstimmung mit den Theorien zu Nebenerwerbsgründungen zeigt unsere auf dem British Household Panel Survey (1991-2008) basierende empirische Analyse, dass sich die Wahrscheinlichkeit für einen in der zweiten Tätigkeit höheren durchschnittlichen Stundenlohn erhöht, wenn diese zweite Tätigkeit im Rahmen einer Selbstständigkeit stattfindet. Wir prüfen die Robustheit dieses Ergebnisses in Bezug auf das Geschlecht des Arbeitnehmers und die Zusammensetzung des Haushaltes und unterscheiden zusätzlich zwischen kurzfristigen Effekten direkt nach Aufnahme der zweiten Tätigkeit und längerfristigen Effekten.

JEL-Classification: L26, J31, M13

Keywords: Multiple job holding; self-employment; hybrid entrepreneurship; earnings

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