Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #736

Rental Prices in Germany: A Comparison Between Migrants and Natives

von Lea Eilers, Alfredo Paloyo und Colin Vance

RGS, RUB, RWI, 11/2017, 23 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-856-1 DOI: 10.4419/86788856

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Zusammenfassung

Unter Verwendung eines kombinierten Datensatzes, in dem Individualdaten um Nachbarschaftsinformationen ergänzt werden, wird in dieser Studie untersucht, ob Menschen mit Migrationshintergrund für Wohnungen vergleichbarer Qualität und Nachbarschaftscharakteristika höhere Mietzahlungen leisten müssen als Einheimische. Aufgrund von (Selbst-) Selektion in die Gruppe der Mieter wird ein zweistufiges Selektionsmodell verwendet. Da darüber hinaus (Selbst-) Selektion in bestimmte Nachbarschaften erfolgen kann, wird dieses Modell um einen Kontrollansatz erweitert. Dieser Kontrollansatz bietet die Möglichkeit für nicht beobachtbare Heterogenität auf Nachbarschaftsebene zu kontrollieren.
Die Studie stützt sich auf das sozio-ökonomische Panel (SOEP), welches mit georeferenzierten Daten angereichert wird. Somit umfasst der Datensatz sowohl die Haushaltszusammensetzung auf Individualebene, die Wohnungsausstattung und Miete auf Wohnungsebene als auch regionale Information auf Postleitzahlebene. Die Ergebnisse geben keine Hinweise darauf, dass Personen mit Migrationshintergrund durch höhere Mietzahlungen für vergleichbare Wohnungen belastet werden. Dennoch zeigen die Ergebnisse einen signifikanten und positiven Zusammenhang zwischen den Wohnungsmieten und Gebieten mit höheren Ausländeranteil.

JEL-Classification: R23, J15, R21

Keywords: Migrants; discrimination; housing market

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