Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #745

Demand for Off-Grid Solar Electricity – Experimental Evidence from Rwanda

von Michael Grimm, Luciane Lenz, Jörg Peters und Maximiliane Sievert

RWI, 02/2018, 39 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-865-3 DOI: 10.4419/86788865

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Zusammenfassung

Mehr als 1,1 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern haben keinen Zugang zu Elektrizität. Dies zu ändern ist mit hohen Kosten verbunden. Es ruhen große Hoffnungen auf der marktbasierten Verbreitung netzferner Lösungen als Ergänzung zur teuren Erweiterung der öffentlichen Netzinfrastruktur. In dieser Studie untersuchen wir in einer Feldstudie die Zahlungsbereitschaft für verschiedene netzferne Solartechnologien in ländlichen Regionen Ruandas. Die Ergebnisse legen nahe, dass Haushalte zwar bereit sind einen wesentlichen Teil ihres Budgets für Strom auszugeben, allerdings nicht in ausreichendem Maße um kostendeckende Preise zu erreichen. Zufällig zugewiesene Zahlungsziele verändern dieses Resultat nicht. Wir interpretieren diese Ergebnisse aus zwei Perspektiven: Zum einem untersuchen wir, ob das Ziel der Vereinten Nationen eines universellen Stromzugangs ohne Subventionen zu erreichen ist. Zum anderen führen wir eine stilisierte Kosten-Nutzen Analyse durch und vergleichen eine Subventionspolitik für netzferne Elektrifizierung anhand von Solartechnologien mit Netzerweiterungsmaßnahmen. Die Ergebnisse legen nahe, dass in den meisten ländlichen Regionen Afrikas netzferne Solarenergie die bevorzugte Technologie darstellt, um eine großflächige Elektrifizierung zu erreichen. Der Ausbau von Netzinfrastruktur sollte auf ausgewählte, prosperierende Regionen konzentriert werden.

JEL-Classification: D12, H54, O13, Q28

Keywords: Public infrastructure; technology adoption; electrification; willingness-to-pay; energy access

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