Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #706

Minimum Wage: Redistributive or Discriminatory Policy?

von Martin Micheli

RWI, 12/2017, 24 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-824-0 DOI: 10.4419/86788824

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Zusammenfassung

Im Falle perfekt kompetitiver Arbeitsmärkte ist ein positiver Steuersatz auf Mindestlohneinkommen Pareto ineffizient. Ein solcher Politikmix ist jedoch für nahezu alle OECD-Länder zu beobachten. Um diesen vermeintlichen Widerspruch aufzulösen führen wir die Möglichkeit der Diskriminierung von sich nicht am politischen Prozess beteiligenden Personen in das Standard-Modell ein. Sollte der Mindestlohn dazu dienen, bestimmte Personengruppen aus dem Arbeitsmarkt zu preisen, kann die Besteuerung von Mindestlohneinkommen eine aus Sicht der Regierung eine optimale Politik darstellen. Dies sollte sich in einem positiven Zusammenhang zwischen der Zustimmung zur Diskriminierung von politisch wenig aktiven Minderheiten und dem Vorhandensein eines Mindestlohns manifestieren. Im empirischen Teil zeigen wir, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen der Zustimmung zur Diskriminierung von Ausländern und Frauen am Arbeitsmarkt und der Wahrscheinlichkeit eines Mindestlohns im jeweiligen Land gibt.

JEL-Classification: E24, J31, J71, J78

Keywords: Minimum wage; discrimination

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