Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #733

The Long-Term Effects of Long Terms: Compulsory Schooling Reforms in Sweden

von Martin Fischer, Martin Karlsson, Therese Nilsson und Nina Schwarz

UDE, 12/2017, 71 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-853-0 DOI: 10.4419/86788853

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Zusammenfassung

Die Studie evaluiert die langfristigen kausalen Auswirkungen zweier parallel auftretender Schulreformen in Schweden auf die spätere Arbeitsmarktteilhabe und das Einkommen der betroffenen Individuen. Beide Reformen verlängerten die kumulierte Schuldauer in vergleichbarerer Größenordnung einerseits durch eine Verlängerung der Unterrichtswochen pro Schuljahr und andererseits einer Anhebung der Mindestanzahl an verpflichtenden Schuljahren.
Die Ergebnisse zeigen substantielle Unterschiede zwischen den Wirkungsweisen beider Reformen: Ein zusätzliches Jahr an Unterricht durch die Verlängerung der Schuljahreswochen führt zu einem Einkommenszuwachs von 5%. Dieser ist nur unwesentlich geringer als die geschätzte Bildungsrendite aus reinen Korrelationsstudien. Dieser Einkommenszuwachs ist für einen Großteil der Bevölkerung zu beobachten. Die Wirkung eines zusätzlichen Pflichtschuljahres auf das Einkommen ist hingegen mit rund 2% deutlich geringer. Für beide Reformen lässt sich ein Zuwachs an Beschäftigung in Sektoren beobachten, welche in besonderem Maße grundlegende Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Grundkenntnisse der Mathematik benötigen.

JEL-Classification: J24, J31, I28

Keywords: Educational reforms; compulsory schooling; term length; returns to education

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