Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #729

The Effect of Financial Compensation on the Acceptance of Power Lines: Evidence from a Randomized Discrete Choice Experiment in Germany

von Michael Simora

RGS, RWI, 12/2017, 29 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-849-3 DOI: 10.4419/86788849

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Zusammenfassung

Zwar genießt die Energiewende in Deutschland eine breite öffentliche Unterstützung, jedoch bilden sich lokale Wiederstandsgruppen gegen den damit verbundenen notwendigen Stromnetzausbau. Der vorliegende Artikel evaluiert ein randomisiertes one-shot binary-choice Experiment mit ca. 10.000 Teilnehmern, um den Effekt von jährlichen Kompensationszahlungen auf die Bereitschaft, den örtlichen Stromnetzausbau zu akzeptieren, abzuleiten. Hierbei werden zum einen Kompensationen auf kommunaler Ebene betrachtet, basierend auf aktueller Gesetzgebung, und zum anderen Kompensationen auf Haushaltsebene. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass kommunale Kompensationszahlungen keinen Einfluss auf die Akzeptanz von Netzausbauprojekten haben, wohingegen Kompensationen auf Haushaltsebene diese reduzieren. Mögliche Kanäle für diesen negativen Effekt sind crowding-out intrinsischer Motivation oder eine negative Signalwirkung der offerierten Kompensationen für Anlieger. Entscheidungsträger sollten daher bei der Implementierung von Kompensationszahlungen Vorsicht walten lassen.

JEL-Classification: M52, C93, Q40

Keywords: Not-in-my-backyard; compensation payment; willingness to accept; motivation crowding out

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