Ruhr Economic Papers

Ruhr Economic Papers #720

Volume-outcome Relationship and Minimum Volume Regulations in the German Hospital Sector – Evidence from Nationwide Administrative Hospital Data for the Year 2005-2007

von Corinna Hentschker, Roman Mennicken, Antonius Reifferscheid, Jürgen Wasem und Ansgar Wübker

UDE, RUB, RWI, 12/2017, 25 S./p., 8 Euro, ISBN 978-3-86788-840-0 DOI: 10.4419/86788840

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Zusammenfassung

Dieser Beitrag analysiert den Zusammenhang zwischen der Zahl der Fälle eines Krankenhauses und der Ergebnisqualität sowie die Auswirkungen von Mindestmengenregelungen im deutschen Krankenhaussektor. Wir verwenden administrative Krankenhausdaten, die die vollständige deutsche Krankenhauspopulation für die Jahre 2005 bis 2007 enthalten. Dabei messen wir die Krankenhausqualität mit einer binären Variablen, die angibt, ob der Patient im Krankenhaus verstorben ist. Mit Hilfe von Simulationen untersuchen wir die Auswirkungen der Mindestmengenregelungen auf die Erreichbarkeit von Krankenhäusern. Wir finden signifikante negative Beziehungen zwischen Zahl der Fälle und Mortalität für die Indikationen komplexe Eingriffen an der Bauchspeicheldrüse und der Speiseröhre sowie bei Kniegelenkersatz. Bei Leber-, Nieren- und Stammzelltransplantationen sowie bei CABG konnten wir keinen starken Zusammenhang zwischen Zahl der Fälle und Qualität feststellen. Der Zugang zur Krankenhausversorgung wird insgesamt nur geringfügig von den Mindestmengenregelungen beeinflusst. Die Wirksamkeit der Mindestmengenregelungen hängt von der Art der Intervention ab. Je nach Art der Intervention sind Qualitätsgewinne zu erwarten, wenn der Zugang zur Versorgung etwas eingeschränkt wird.

JEL-Classification: I12, I18

Keywords: Volume; hospital quality; mortality; access to care

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